Pagode und Pandora

Entlang der Burmastraße, 09.02. bis 10.03.2013

Weiter geht’s im Programm „Yangon in zwei Tagen“, diesmal im kühl-klimatisierten Bus, was bei Temperaturen über 30 Grad ganz angenehm ist: am Kandawgyi-See kann man die Seele baumeln lassen, morgens mit den Chinesen Taichi üben, abends gibt es manchmal Rock- und Pop-Konzerte. Der Liegende Buddha hat den sechsten von neun Rängen (was je nach Interpretation von der Bedeutung oder aber der Anzahl der Erdschichten abhängt, die bei der Fundamentlegung gefunden wird) und wird gerade gewienert. Aus der vielfältigen Küche Myanmars testen wir heute die Suppen – wenig scharfe, süß-saure Fischkopf- und Hühnersuppe mit und ohne Kartoffeln. Nach kurzer Siesta gönnen wir uns etwas mehr Zeit am Hafen und bewundern das bunte Treiben und die nur in Myanmar aus Kokosnussfasern gefertigten Schnüre, die beim Fixieren von Bambusgerüsten zum Einsatz kommen. Den Abend verbringen wir in der Shwedagon-Pagode. Diesen Ort zu beschreiben ist schier unmöglich, auch die Bilder drücken nur annähernd die ruhige, besinnlich bis fröhliche Atmosphäre aus, die von diesem Ort ausgeht. Man könnte es hier stundenlang aushalten, was viele der Yangoner wohl auch tun: Blattgold ankleben, Meditieren, den eigenen Wochentags-Buddha begießen, Kerzen anzünden, wunscherfüllende Steine anheben oder einfach mit Freunden im Tazaung ausruhen und plaudern, hier ist für jeden etwas dabei.

Neben der Pflicht bestand unsere Kür aus einem kurzen Besuch bei Mr Moe, der in Yangon eine kleine Physiopraxis für behinderte Kinder leitet. „Davon gibt es im ganzen Land nur eine handvoll, wir bewegen uns auf Neuland“, erzählt er uns. Nach dem Studium hat er 13 Jahre in Malaysia gearbeitet und vor einem halben Jahr diese Einrichtung eröffnet. Die Arbeit im Ausland hat ihm vor allem das nötige Startkapital eingebracht, um hier mit zwei Angestellten behinderten Kindern das Laufen, Essen und Spielen beizubringen. Die Praxis ist freundlich und mit allerlei bunten Geräten und Spielzeug angefüllt, es gibt auch ein keines Klassenzimmer für schwierigere Übungen. Der Grund unseres Kommens heißt aber Pandora: seine siebenjährige Tochter leidet an einer seltenen Blutkrankheit und Tom hat in Deutschland Geld für die notwendigen medizinischen Behandlungen gesammelt. Wir sind die Überbringer und freuen uns, einen ganz anderen Einblick in das Leben Yangons zu bekommen. Wer sich für das Projekt interessiert: tomtomtravel.com.

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