Lost in Translation?

Die Drei Schluchten des Yangzi, 13.09. bis 08.10.2013

Irgendwie sind unsere Räder schon wieder schmutzig geworden seit der Schlammschlacht. Das muss auf der Regenetappe nach Luonan gewesen sein. Deshalb sollen sie mal wieder gewaschen werden. Unser Fahrer Xiao Yang war fix und hat schneller als gedacht schon auf der Passhöhe einen Wasserschlauch ausfindig gemacht und als die letzten oben ankommen, sind schon die Hälfte der Räder fertig.
Xiao Yang fährt ja in der Regel ein wenig mit seinem kleinen Bus voraus und macht dann ein Nickerchen bis wir nachgekommen sind und die Vorräte aus seinem Wagen futtern. Meistens ist dabei wohl Jan zuerst da, der Jüngste in unserer Gruppe. Xiao Yang unterhält sich immer gerne mit Jan. Da er aber kein Englisch und auch kein Deutsch kann (außer „OK“, „Let’s go“ und „Gute Nacht“ , was ihm beim letzten Mal der Chef beigebracht hat) unterhält er sich mit Jan immer über seine Hand-App – jeder spricht seinen Satz ins Handy und das Handy spuckt eine Übersetzung aus. Ich weiß nicht, wieviel gegenseitiges Wissen sie dabei schon angesammelt haben, aber es wäre sicher interessant, das am Ende mal abzugleichen.

Den chinesischen Wetterbericht hatte ich schon erwähnt. Für heute war leichter Regen angesagt und das konnte eigentlich nur Gutes bedeuten. Und siehe da – die Sonne scheint. Auf der anderen Seite des Passes erwartet uns eine phantastische Abfahrt durch ein schönes Tal mit kleinen Dörfern und allerdings auch einer Autobahn, die auf Stelzen durch das Tal geführt ist. Aber wir wollen ja nicht meckern, schließlich haben wir dafür die Landstraße weitgehend für uns allein.
Im Kreisstädtchen Shanyang, das unser heutiges Ziel ist, gibt es wieder einige lustige Begegnungen. In diese Gegend kommen ja nicht so häufig Ausländer und gleich gar nicht auf dem Fahrrad. Da kann man schon mal die Fassung verlieren. Zwei Jungs auf dem Motorroller wollen mit uns um die Wette fahren und später werden wir auch noch gefragt, ob wir aus Afrika kommen. Ich spar mir jetzt mal einen blöden Kommentar und gebe lieber unsere Empfehlung für den Canglongshan an der Eingangsstraße zur Stadt mit buddhistischem Tempel und Pagode aus der Tang-Zeit ab. Von hier hat man bei klarem Wetter einen schönen Blick über das Tal.


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Tiger im Nebel

Die Oberen Schluchten des Yangzi, 17.09. bis 09.10.2013

20 km Wanderung durch die weltberühmte Tigersprungschlucht, Start im Regen, später sonnig

Astrid:
Fototaschen gezückt – nichts gesehen
Gipfel erstürmt – wir waren zu mehr bereit
verirrte Wanderer auf den Weg gewiesen
Nudeln wieder geschmeckt – schlürfender Abgang

Zwischenruf Claudia:
nach einer Woche können wir sogar die Suppe mit Stäbchen essen

Fototaschen wieder gezückt – diesmal erfolgreich
Gruppe unterfordert und ohne Läsionen in Lodge gelandet
Menü vorzüglich – 9-Gänge radikal leergeputzt

(genug gearbeitet, jetzt gibt`s Bier)


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