Pumi-Hof

Die Oberen Schluchten des Yangzi, 17.09. bis 09.10.2013

25 km von Gewa nach Zhuangzi, incl. einer Tageswanderung zum Wasserfall mit Tempelbesuch, 405 m Aufstieg, 389 m Abstieg

Nach einem Abschiedsfoto mit Oma und Enkeltochter machen wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf zum nahen Pumi-Hof (die Pumi sind eine Untergruppe der Mosuo, obwohl sie sich eher als eigenständig betrachten würden). Der Weg führt uns durch die Felder an kleineren Höfen vorbei, wo Ziegen gehütet und Chilli getrocknet werden. Eigentlich wollen wir im Wald zelten, aber der Boden ist überall noch schlammbedeckt und wir werden gewarnt, dass der Bach bei Regen schnell anschwellen kann, deswegen entscheiden wir uns für die Übernachtung auf dem Hof.

Aber es ist erst elf Uhr, und wir wollen nicht untätig in der Sonne herumsitzen. „Bis zum Wasserfall sind es vier bis fünf Stunden auf ebenem Weg, und unterwegs kommen wir an einem Tempel vorbei“ erzählt die Hofbesitzerin und fügt hinzu „normalerweise führe ich keine Gruppen dorthin, aber wir müssen direkt nach dem Essen aufbrechen“. Für die schönen 16 Kilometer auf der alten Wasserleitung mit grandiosen Ausblicken ins Tal haben wir gute fünf Stunden gebraucht, es ist die längste Wanderung der Tour geworden. Der kleine tibetisch-buddhistische Tempel wird von einem Mönch bewohnt, der erst vor Kurzem von seiner Ausbildung zurückgekehrt ist. Am rauschenden Wasserfall gibt es die mitgebrachten Fladenbrote, und nach kurzer Pause kehren wir zurück auf den Hof.

Über den Hof könnte man viel berichten. Es gibt so einiges, was selbst mein Westlerauge noch nie gesehen hat und zum Reich der Mystik und der kulinarischen Raritäten zählt. Mehr soll hier nicht gesagt und gezeigt werden – seht es euch einfach selber einmal an.


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