Mit Bum Bum und Tam Tam ins Jahr 2057

Goldenes Dreieck, 15.01.2013 bis 09.01.2014

Bootstrip von Pakbeng nach Huay Xai, noch einmal ein ganzer Tag auf dem Boot und der Rutsch ins neue Jahr

Morgens möchte uns der Bootsführer schon wieder um 8 Uhr auf dem Boot haben und heute steigen die Nebel besonders langsam, erst gegen 12 Uhr kommt dann langsam die Sonne durch. Aber wir halten uns weiterhin mit Büchern, Sudoku, Kaffee oder einem weiteren Schläfchen unter unseren „heiligen“ Decken über Wasser.

Das Mittag ist grandios, vor allem weil die Herrin des Bootes neben einem leckeren Hühnercurry ihre Spezialität, nämlich das Auberginen-Chili-Ped zubereitet hat. Eigentlich gar nicht zu schwierig, aber die Dame ist darin wirklich gut: Aubergine auf dem Grill (Backofen) im ganzen braten, die „Fleischmasse“ ausschaben, mit viel Chili, Koriander, Zwiebel, Knoblauch mischen, ein wenig weiches Öl dazu und ein paar Tropfen Fischsauce, ein wenig Limette ist noch möglich. Alles noch einmal vermischen und zum Reis servieren.

Nachmittags wird es interessanter auf dem Mekong. Die Landschaft ist jetzt flacher und man sieht mehrere Dörfer an beiden Seiten. Irgendwann stehen keine Bier-Lao Kästen mehr am linken Ufer, woraus wir messerscharf schlussfolgern, dass sich dort schon Thailand befindet. Irgendwann taucht dann eine nagelneue Brücke auf, die neue Grenzbrücke zwischen den Ländern. Wie der Grenzverkehr funktioniert lässt sich nur erahnen. Für Radfahrer wird es kompliziert, hat uns eine Holländerin in Luang Namtha berichtet. Mal sehen, was die Leute im Hotel sagen.

In Huay Xay feiern alle Leute schon Silvester bis zum Umfallen, von überall her dröhnt laute Musik, Boxentürme sind aufgebaut und genau in der Mitte eine Soundchaoses von Karaoke, Popmusik und Techno liegt unser Guesthouse, na da mal Gute Nacht!

Um die Ecke gibt es eine Art Lokal mit Buffet und Tischgrills, hier mieten wir uns für die kommenden Stunden ein und legen Tofu, Eier, Fleisch, Fisch, Gemüse und irgendwelche bunten Sachen in Angy Birds Form auf den Grill. Beer Lao fließt in Strömen, aber Silvester ist noch weit, als wir richtig satt sind, gerade einmal 22.30 ist es. Trotzdem ziehen wir ins Hotel zurück. Dort steigt auch eine Art Party, das heißt, es ist vor allem laut, die wenigen Lao haben Spaß bei Karaoke krächzen und ein paar Australier kippen Bier in sich hinein. Wir halten uns noch ein halbes Stündchen auf und dann geht es ab in Bett und das, obwohl die Bassboxen so gut wie direkt vor den Bungalows stehen. Trotzdem schlafe ich sofort ein und schlafe mich ordentlich ins neue Jahr. Das ist hier das Jahr des Pferdes und nach dem buddhistischen Kalender schon das Jahr 2057!

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