Taiga

91. Reisetag, 133 km von Atschinsk nach Dorf Sukhaja. Von Igor Potapow.

Nach dem guten Frühstück in Aurora Hotel waren wir bereit für die Abfahrt Richtung Krasnojarsk. Die Stadt Atschinsk lag durch das nächtliche Gewitter frischgewaschen in Sonnenlicht immer noch verschlafen. Es war ja Samstag.

Die Strecke, die wir vor uns hatten schien einfach zu sein: nur die Schnellstraße P 255 entlang, das Ziel liegt nur 130 km entfernt.

Es stellte sich bald heraus, dass die Hügel langsam höher wurden, die Schwüle blieb auch und der Rückenwind von gestern sich anders überlegte. Tja! Man musste trotzdem weiter. Verglichen mit dem Surfen von gestern war das heute etwas mühsam.

Man muss

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Segelradler

90. Reisetag, 144 km von Tjaschinsk nach Atschinsk. Von Igor Potapow.

Dass Erholen gut tut weiß man ja. Aber dass es SO gut tut habe ich erst heute mitbekommen. Oder war es das gestrige Fasten? Wie auch immer… So flott und spaßig wie heute war das Radfahren für mich noch nie!

Die ersten 30-40 km waren durch verdeckte Sonne und eine angenehme Brise recht erfrischend. Die Landschaft spielte heute auch mit: es wurde flacher als in den letzten drei Tagen und die Anzahl der Abschnitte, wo es bergab ging, war deutlich höher als denen, wo man sich beraufschwitzen musste. Wie das wohl möglich war, bleibt ein sibirisches Geheimnis…

Später gesellte

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Erholungsfahrt

89. Reisetag, 62 km von Mariinsk nach Tjaschinsk. Von Igor Potapow.

Endlich war das heute eine humane Strecke nach all den Torturen der letzten Tage. Wobei die schwüle Hitze wollte nicht nachlassen. Immer noch die 30 Grad im Schatten! Wo ist der seit Tagen versprochene Regen?

Zwei kurze Pausen und wir kamen schon ohne etwas Bemerkenswertes in Tjaschinsk an. Nettes Städtchen an der Grenze mit der Krasnojarsker Region. Das kleine Hotel oberhalb einer Bank war eine gute Überraschung was Komfort anging.

Gott sei Dank gab es im Dorf keine Cafes! Und die einzige Kantine war kaum zu beachten. D.h. keine vergeudete 3-4 Stunden diesmal ;))) Dafür aber ruhiger Abend mit

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Tag der Rekorde

Tag 88, Kemerowo – Mariinsk, 172,5 km. Von Gerhard Leiser. Schon früh verließen wir unser schickes Hotel „Time“ nach einem reichhaltigen Frühstück unweit des Flussufers des Toms, um uns auf einen Tag mit ungewisser Entfernung zu machen. Die Aussagen zur Tagesstrecke schwankten zwischen 140 km und 170 km.

Zuerst galt es jedoch den Tom (ein großer Nebenfluss in Rheinbreite des Obs und bei uns völlig unbekannt) zu überqueren und das Hochufer zu erklimmen, das uns schon die ersten Hinweise auf die Topographie des Tages gab. Unweit von dort wird aus dem bekannten Kusnezker Becken Steinkohle im Tagebau gefördert, entsprechend viel Staub liegt in der Luft und auch bald auf unserer

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Uferpromenadentag

87. Reisetag, 99 km von Jurga nach Kemerovo. Von Igor Potapow.

Halb in Tanz geschlafen aßen wir gemeinsam unser Frühstück in dem selben hochgeschätzten Nachtclub. )))

Und bei schönem Wetter ging es los Richtung Kemerovo entlang des Tom Flusses mal näher mal weiter ins Innere. Kein Vergleich zu P 255! Wunderschöne Landschaften, entspanntes Verkehr, ruhige Dörfer.

Bei der Ausfahrt von Jurga fuhren wir an einem Militärcamp vorbei. Die schienen nicht so sehr durch die Invasion von NATO- Fahrradtruppen beeindruckt zu sein, deshalb rollten wir weiter gen Osten.

Dadurch dass die Landschaft so schön hügelig wurde, hat sich auch das Fahrgefühl wesentlich geändert. Es gab zwar immer noch flache Stellen, aber

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Ein Marathon

86. Reisetag, 160 km von Korpysak nach Jurga. Von Igor Potapow.

Ausgeruht am Badeort Karpysak, hatten wir genug Energie für die kommende Etappe getankt. Der Tag war genau richtig dafür, denn die Strecke bis Jurga war um die 160 km lang. Die ersten 8 km auf der asphaltierten Straße waren gut, aber kurz. Dann kam die lustige Abfahrt über die Transsibgleise und über einen Fluss. Im Dorf auf der anderen Seite haben wir dann ein paar Kühe und Pferde angetroffen. Ach ja, und ein paar Dorfbewohner vor einem Laden, die so früh am Morgen etwas Wichtiges zu besprechen hatten.

Ab dann ging es wieder auf einer entspannten Landstraße weiter, insgesamt

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Der Kohlweißlingtag

85. Reisetag, 60 km von Novosibirsk nach Korpysak. Von Igor Potapow.

Schön! Schön war das in Novosibirsk, in der Hauptstadt Sibiriens! Und trotzdem muss man weiter. Schon ruft uns der Weg gen Osten. Und am sonnigen Sonntag, allen Wettervorhersagen zum Trotz, können wir gemütlich weiterfahren. Da die Strecke recht kurz ist, legen wir erst um 10 Uhr los.

Ungleich der Anfahrt, war die Ausfahrt ganz gemütlich, obwohl der Sonntagsverkehr nicht ganz so entspannt war wie erwartet.

Die Bewohner der Stadt haben sich speziell zu diesem Anlass was einfallen lassen, und zwar den 125. Jubiläumstag von Novosibirsk zu feiern. Und selbst dieser Aufwand ihrerseits konnte uns nicht überzeugen noch einen

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Rasantes Wachstum vom Neuen Dorf zum Neuen Nikolajewsk bis zum Neuen Sibirien

Bilderbuch am 84. Reisetag in Nowosibirsk an einem sonnig-warmen sibirischen Sommertag. Von Peter Frenzel.

Vor Wochen tauchte der Name Nowosibirsk zum ersten Mal auf den Entfernungsschildern an der Autobahn auf. Mit 4-stelliger Entfernungsangabe! Dann folgten bald dreistellige, aber immer noch mit einer 8 oder 7 am Anfang. Seit gestern sind wir nun hier (55° 2′ N, 82° 55′ O), in der Hauptstadt Sibiriens.

Bei unserem Stadtrundgang begleitet uns Elena und wir merken sofort, daß sie ihre Geburtsstadt fest ins Herz geschlossen hat. Wir erfahren eine Menge über die Geschichte und die Stadt heute. Sie betreut oft deutsche Touristen und spricht perfekt deutsch.

Alles begann mit dem damals notwendigen Bau

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Wochenende bei Sommersonnenwende

83. Reisetag, 137 km von Tschulym nach Novosibirsk. Von Igor Potapow.

Der lang ersehnte Tag ist endlich gekommen! Die Fahrt nach Novosibirsk und der letzte Tag des siebentägigen Marathons.

Wie üblich war der Morgen etwas verschleiert und angenehm frisch. Im Laufe des Tages ist die Temperatur bis ca. 30 Grad gestiegen, und da waren wir mitten im Sibirischen Sommer (genauso wie man es sich vorstellt).

Eine schöne Überraschung war es zu entdecken, dass es den Transsibirischen Fahrradweg tatsächlich gibt! Da hat man 8-9 m Fahrradspur nur für sich und lässt sich von den vorbeifahrenden Fahrern neidisch angucken… )))

Langsam wurde auch die Großstadtnähe spürbar: mehr Ortschaften, mehr Verkehr.

Gepicknickt

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Radeln in den sibirischen Sommer mit Reiselektüre auf dem Росавтодор

82. Reisetag, 90 km von Ubinskoje nach Tschulym, sonniges Sommerwetter, helfender Seiten- bis Rückenwind. Von Peter Frenzel.

Sonnenwende / Sommeranfang, auch in Sibirien. Endlich. Gerhard entdeckt unterwegs einen munter krabbelnden Maikäfer am Straßenrand. Mitten im Juni!

Wir radeln weiter über die „P254“ Richtung Novosibirsk. „Kilometerfressen“. Heute bis zum Motel („Bei Tatjana“) unmittelbar neben der Autobahn nahe Tschulym. Kurz vorher gratulieren wir Igor zum 500. Kilometer seit Omsk. Ist schließlich seine erste so lange Radtour.

Was macht mensch eigentlich so Tag für Tag während der im wesentlichen geradeaus rollenden Radelstrampelei? In der Gegend um(her)schauen, Felder, Wälder, Wiesen, Seen und Tümpel vorbei“fliegen“ lassen, gigantische wandernde Wolkenformationen bestaunen, dem Kuckuck und anderen

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