Im SPA in Taipeh

Die Schöne Insel, 21.10. bis 13.11.2011

Ein letzter Text von Monika, hoffentlich ist sie bald wieder dabei! Traditionsgemäß gab es gestern Abend die Lesung ihrer Reiseauf- zeichnungen, optimaler Abschluss. Die Tour war wirklich schön, aber was auch sonst. Die Gruppe bestand fast nur aus alten CBB-Hasen/-innen, der ganze Service und die ganze Infrastruktur hier waren perfekt. Die Natur wunderschön, doch vor allem: fühlt man sich einfach wohl auf Taiwan. Man wird nie bedrängt und hat immer das Gefühl, gut aufgehoben zu sein und gemocht zu werden. Tolle Menschen! Leider kaum Fotos der letzten Tage, die beschränken sich auf unsere letzten Zusammenkünfte. Man kann ja auch nicht immer nur fotografieren.

Juti, auf Wiedersehen also, bin noch für ein paar Tage in Taipeh und fliege danach für 2 Wochen nach Thailand, u.a. um eine kurze Erkundung zu machen (von Bangkok Richtung Südosten, an die kambodschanische Grenze). Für eine Pilottour Ende nächsten Jahres, Bangkok – Saigon. Irgendjemand Lust? 🙂

Also hier nochmal Monika, alles Liebe aus Taipeh nach München…

„Unser letzter Tag in Taipeh. Wir wollen ihn ganz entspannt angehen. Mit einer Wanderung, heißen Quellen und einem letzten Besuch auf dem Nachtmarkt. Die Thermalquellen sind im Norden der Stadt und per U-Bahn gut zu erreichen. Dort ein schönes Resort aussuchen, im heißen Wasser dümpeln, noch ein bisschen quatschen, das ist der Plan. Handtücher stibitzen, Bücher bereitlegen, das ist die Vorbereitung. Vielleicht gelingt es uns ja doch, ein paar Seiten zu lesen. Viel haben wir bisher nicht geschafft.

Und wir kommen auch diesmal nicht dazu. Der SPA Besuch wird etwas anders als geplant, denn wir landen in der öffentlichen Badeanstalt. Sie liegt am Hang hat mehrere Becken mit kaltem, warmen, sehr warmen und heißen Wasser. Und sie ist voller Menschen. Wir werfen Bedenken und Kleidung ab und setzen uns zu den Chinesen ins Thermalwasser. Wir betrachten uns gegenseitig voller Neugierde – man nimmt uns freundlich auf. Wir versuchen miteinander zu kommunizieren – das gelingt manchmal besser, manchmal schlechter. Wir haben Glück. Das erfahren wir von einem Bademeister, der mit Ghettoblaster und Schirm herumsteht, gestern ist das Wasser frisch eingelassen worden. Oft ist es schon mal eine Woche alt und dann etwas trübe.

Leider ist hier Fotografieren verboten. Schade, wirklich schade – denn jeder einzelne Mensch, all die verschiedenen Bekleidungsmöglichkeiten, Kopfbedeckungen und Baderituale sind ein Foto wert. Offensichtlich ist es für Taiwanesen schwierig zu akzeptieren, dass der Kopf nass wird. Es regnet in die Open-Air-Becken hinein und der Kopf wird mit Duschhauben, Einkaufstüten, Aufgußtöpfen und Handtüchern geschützt. Hans ist bereits nach zwei Minuten kaum noch von den Mitbadenden zu unterscheiden. Mit einem elegant auf dem Kopf liegenden Läppchen wandert er umher. Wir kriegen den Mund fast nicht mehr zu, so viel gibt es zu sehen. Eine Frau steht mit einem Regenschirm unter der Brause, schützt sich vor Regen und duscht gleichzeitig. Männer klopfen sich auf die Pobacken und stoßen seltsame Rufe aus. Große Sonnenbrillen sitzen auf jeder zweiten Nase – es regnet übrigens.

Baden macht hungrig – auf dem Rückweg zum Hotel plündern wir das Laufband eines Sushi-Landens und essen 72 Teller leer. Und tragen unsere ungelesenen Bücher zurück zum Hotel. Entspannt geht es weiter – eine letzte Massage, Einkäufe, Tempelbesuche. Dann treffen wir uns in einem kleinen Café und driften langsam in den letzten gemeinsamen Abend. Ein Gläschen Wein, ein paar Crêpes und ein gemeinsamer Rückblick auf eine schöne Reise. Morgen geht es zurück – Edeka statt 7 Eleven und Pumpernickel statt Dampfbrötchen. Jeder isst dann wieder von seinem eigenen Teller und es gibt keine gemeinsames Stäbchenstochern. Deshalb noch einmal Nachtmarkt. Gewühl, Geschrei, Geblinke. Noch einmal futtern, lachen, spielen.“

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Deutsche brauchen Bier

Die Schöne Insel, 21.10. bis 13.11.2011

Gut dass man beim Schreiben nicht lallen kann, ich müsste mich sonst schwer zusammenreißen. Aber so habe ich noch nette Gesellschaft und zwar zu fortgeschrittener Stunde, im Hotelzimmer, von anderen angeschlagenen Menschen, außerdem kann man den Text gleich nochmal durchlesen und nüchtern tun (eine meiner liebsten Teilnehmerinnen hat lange Ton für den WDR gemacht und von den Trinksitten des internationalen Journalismus berichtet, da fühlt man sich in solchen Situationen wieder gut und als Weisenknabe). Zumindest werde ich Zeit haben, mein Mitbewohner singt noch mit ein paar anderen der Bande und wird vermutlich erst spät ins Zimmer gröhlen und poltern. KTV gab es gerade im Taipeh-Stil, d.h. in einem großen luxuriösen Tempel des schiefen Gesangs.

Wo das Thema heute schon der Alkohol ist…ich hatte gestern ein Telefoninterview mit der taiwanischen Nachrichtenagentur, Eckhart als ehrwürdiger Gruppenältester (d.h. für Chinesen der Wichtigste unserer Gruppe) wurde auch befragt, insgesamt wurden zahlreiche Komplimente ausgetauscht. Wir sind die erste organisierte Radreisegruppe, die aus Europa auf die Insel kommt, das schenkt uns einige Aufmerksamkeit. Man weiß natürlich weltweit, was die Deutschen können und was sie nicht können, vor allem Bier trinken können sie, wir haben diesem Stereotyp zumindest nicht entgegengewirkt. Die Dame am anderen Ende der Leitung hat uns begeistert nach unserem Bierkonsum befragt, der ist für die Menschen hier tatsächlich hoch, man trinkt auf Taiwan – ganz anders auf dem Festland – nicht so viel Alkohol sondern eher Tee. Unser neuer Betreuer, der seit ein paar Tagen aufgeregt wie ein kleiner Schmetterling um uns herumschwirrt, hatte sie in dieser Hinsicht auch schon vorbereitet. Der heutige Artikel der Agentur schließt logischerweise mit den Worten:“These guys love beer,“ Hsu said. „Instead of drinking tea while sitting in a boat on Sun Moon Lake, they drank tons of Taiwan Beer.“ Was für eine hysterische Aussage, die Biertrinker unter uns haben gemächlich ihr Feierabendbier geschlürft und basta, mehr nicht. Passend hierzu hat uns Herr Hsu heute in die Taiwan-Bier-Brauerei geschleift, ich glaube er sah uns dort kurz vor der kompletten Glücksseligkeit, aber lag auf dem Weg und wir haben uns ehrlichgesagt auch nicht gewehrt. Lang lebe die Taiwan Liquor and Tobacco Company!

Es ist und bleibt nass, von innen und von außen. Letzte Nacht war Regen und kleine Käfer haben sich in die Trockenheit unseres Hotels geflüchtet, Invasion! David hat heute Morgen 14 von den kleinen Tieren aus seinem linken Schuh geschüttelt, der Schuh stand auf unserem Balkon. Dann sind wir durch den Regen nach Taizhong gefahren, mit Zwischenstopp im Zen-Kloster Tai Chung Chan, das war vielleicht wieder ein Schauspiel. Ganz anders als das letzte große Kloster am Foguangshan, man war hier am anderen Ende des buddhistischen Spektrums: monumentale, kühle Eleganz. Eine stille kleine Nonne mit leuchtenden Augen hat uns durch die Anlage geführt. Danach haben wir Fleischersatzgerichte gegessen und sind mit dem Zug nach Taipeh weitergefahren.

Jetzt sind wir also wieder hier, am Anfangspunkt unserer Tour, so schnell geht das und so gut hat man sich wieder mal verstanden. Auch Ute und Volker sind abends dazugekommen, ganz erfüllt von ihrem eigenen Taiwan-Erlebnis. Feuertopf-Essen, Karaoke singen.

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Sonne-Mond-See

Die Schöne Insel, 21.10. bis 13.11.2011

Text von Monika, zum Teil neben wilden Männern beim Würfeln verfasst, den Rest jedenfalls gerade heiser und nach gesungenen Höchstleistungen:

“… always look on the bright side of life… es gibt viel Positives zu vermelden.
Zuerst einmal das Frühstück. Praktischerweise gibt es diesmal keinen Kaffeeautomaten den wir zerstören können. Im großen Plastikkanister ist Kaffee mit Milch und Zucker zusammengemischt. Das erspart langes Suchen der einzelnen Zutaten, kann zügig in Pappbecher gezapft werden und alle die den Kaffee sonst anders trinken haben die Chance etwas Neues auszuprobieren. Heiko grübelt vor dem Tofu mit Sojasoße. Sieht ein bisschen so aus als ob es Creme Breulè wenn die nicht flambiert wäre. Er entscheidet sich dann doch für Toast mit Erdnussbutter und geröstete Knoblauch-Chilierdnüsse. Die Dampfbrötchen sind in Farbe und Geschmack dezent aber die poröse Konsistenz hilft beim Eintunken in die Marmelade. Man braucht kein Messer, die Fruchtmasse bleibt sofort kleben und rutscht nicht ab. Hans hat versehentlich das Einwickelpapier mit verspeist, was geschmacklich keine Ausschläge nach oben oder unten verzeichnen lässt. Ludwig ist auch selig – er hat mit dem Küchenpersonal geflirtet und eine halbe Tasse Zucker für seinen Reisbrei erbeutet.

Und positiv geht es weiter. Unser Giant-Bike Team ist zum perfekten Zeitpunkt da und stellt uns die Räder bereit. Es sind die bekannten Renner. Wir freuen uns Mingfang wiederzusehe Fit und gutaussehend mit neuer Frisur strahlt sie uns an. Und der Name des neuen zweiten Begleiters ist leicht zu merken: Kimmy. Feuchtigkeit ist gut für die Haut und die bunte Regekleidung sieht fröhlich aus. Die Wolken geben der schönen Landschaft eine räumliche Tiefe. Und sie geben bald auf, noch weitere Feuchtigkeit abzusondern. Beim ersten Tempel lugt schon die Sonne durch und lässt diejenigen unter uns triumphieren, die Sonnenbrille und –milch in die schmalen Lenkertäschchen gequetscht haben. Wir radeln freudig in eine Eisdiele und stapeln Schokolade, Mango und Teeis-Kugeln übereinander.

Der Sonne-Mond-See ist ein beliebter Hochzeitsort in Taiwan. Er liegt romantisch eingebettet in den grünen Hügeln und hat kleine Inselchen. Der See ist verästelt, hat viele Buchten und eine hügelige Uferstraße. Rauf auf einen Buckel – Aussicht genießen, die ist großartig: Berge mit Tempel darauf, der türkisfarbene See in dem sich Wolkenfetzen spiegeln – dann wieder runterrollen lassen. Eine Runde um den See sind etwa 35 Kilometer. Das schaffen wir locker. Manche von uns auch zweimal. Eine kleine Truppe macht sich am Nachmittag noch auf eine Sonderfahrt. 20 Kilometer talwärts. Runter – runter – runter. Gott sei Dank – denn die Landschaft klaut uns den Atem. Immer an einem Fluss entlang, durch Dörfchen in denen uns der Gesang aus Karaokebars begleitet, dann wieder alles grün. Palmen, Orchideen, Bananen, blühenden Hibiskus, hohe üppige Farne. Inzwischen regnet es wieder, was die Fahrt aber nur noch schöner macht – es fühlt sich an wie eine warme, sanfte Dusche auf der Haut.

Ganz unten im Tal liegen zwei smaragdgrüne Seen. Unsere Endstation ist ein kleines Dörfchen das gerade ein Tempelfest vorbereitet. Ein alter Puppenspieler übt auf einer Bühne mit prachtvollen Figuren und lässt uns hinter der Bühne zusehen. Noch einen Kaffee beim 7 Eleven, wir werfen die Regenjacken ab und radeln zurück. 20 Kilometer zurück zum Sonne-Mond-See. Rauf – rauf – rauf. Jetzt klaut uns die Steigung den Atem. Oben, komplett durchnässt, das letzte Schmutzbier – für eine der schönsten Fahrten dieser Reise. Wir bekommen trockene T-Shirts und feuchte Augen – müssen uns endgültig von den Rädern und unseren GIANT-Begleitern verabschieden. Morgen geht es zurück nach Taipeh, per Bus und Schnellzug. Seltsamerweise hat sich unser Gepäck vermehrt. Im GIANT Laden waren wir ja auch noch einkaufen. Wir versuchen uns so zu strukturieren, dass die nasse Radlkleidung nicht gleich die schönen Mitbringsel im Koffer umarmt oder die leckeren Wasabinüsse durchfeuchtet. Hans kann so etwas am besten und gibt gerne Nachhilfeunterricht wie man faltet, schichtet und ordnet. Heiko hat sein neues, rotes Teeservice kurzerhand in eine stabile Tüte ausgelagert. Abendessen, Kniffelspiele – endlich verliert Lutz auch mal.“

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Älter als Jesus

Die Schöne Insel, 21.10. bis 13.11.2011

Ein beliebiger Morgen der Auf-Jeden-Fall-Geher: 4:20 Uhr Weckruf, der Regeln prasselt auf das Vordach, ein leicht belustigter Blick aus dem Fenster. Kurzer Kaffee, dann ungefrühstückt um 4:50 Uhr raus, Kapuze auf, kurz wird den anderen Gehern zugenickt, dann hoch zum Sonnenaufgang. Es prasselt, es windet, die Frisur hält. Wir waren noch um kurz vor sieben am diskutieren, wann der Sonnenaufgang wohl war (GPS gab an 6:05 Uhr, die Schilder an der Bahnstation 6:35 Uhr).

Ein amüsanter kleiner Unsinn heute morgen, doch der Regentanz hat sich ausgezahlt: in leichtem Nieselregen haben wir dem Alishan eine zweite Chance gegeben, es wurde am späten Vormittag dann schließlich richtig klar und trocken und wir haben einen Hauch von „Wildromantik“ (Hans) erleben dürfen, mit Bäumen „Älter als Jesus“ (Hans), d.h. manche Zypressen über 2000 Jahre alt. Das Gebiet ist touristisch erschlossen und von schönen Wanderwegen durchzogen, im chinesischen Kulturkreis hat es fast mythische Bedeutung: der Tee, vor allem aber das „Fräulein vom Alishan“ (Alishan de Guniang) – eine Ethnoschnulze die in jeder chinesischen KTV-Bar läuft. Noch schöner hier ist, dass man den Wald einfach sein lässt, übrigens ein Markenzeichen der ganzen Insel, ein einziger dicker grüner Traum.

Mittags dann schon wieder im Bus des lässig betelkauenden Herrn Huang, mit kleineren Spaziergängen zwischendurch, subsumiert sind wir ganz schön gelaufen heute. Die Vegetation war immer aufregend und abwechslungsreich, unten dann Bananen, Wein und Betelnuss-Palmen auf einem einzigen Feld. Und jetzt sind wir am pittoresken Sonne-Mond-See, haben die Aussicht von unseren Balkonen genossen und eine kleine Bootsfahrt unternommen (welche Filmszene wurde hier dargestellt, wer wird demnächst den Teddy gewinnen, wer weiß es)? Jetzt wird schon wieder gewürfelt, es ist hochemotional.

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Tainan, dann die Berge

Die Schöne Insel, 21.10. bis 13.11.2011

Text heute – über die letzten beiden Tage – von Monika (die aus der Garküchen- und Auf-Jeden-Fall-Geher-Fraktion):

„Frühstückskaffee zu bekommen ist eine zeitraubende Angelegenheit. Der Automat überlegt lange bevor er eine halbe Tasse ausspuckt. Vielleicht doch ratsam, auf Tee umzusteigen. Deshalb steht heute auch eine Tee-Probe an. Aber erst einmal Tainan kennenlernen, erst einmal zu einem historischen Fort. Hier mussten sich im 16. Jahrhundert die Niederländer geschlagen geben. Um die Ecke liegt dann der Tempel des Kriegsgottes. Die vorwiegend männlichen Besucher zünden ganze Büschel von Räucherstäbchen als Opfergaben an.

Wir verabschieden uns von Jens, Jan bringt ihn zum Bahnhof und vertraut uns David an. Dieser hackt mit uns säuberlich die nächsten Programmpunkte ab. Der Konfuzius- Tempel und dann ein Stand mit frisch gepresstem Obstsaft. Der erste ist historisch und der zweite geschmacklich wertvoll. Zufrieden traben wir David hinterher. Er hat uns noch einen Robin-Hood-Tempel ausgesucht. Gewidmet einem Wohltäter der die Reichen prellte und die Beute an Arme verteilte. Der konfuzianische Tempel war schlicht und museal, der letztere lebendig und fast kitschig. Ein großer Abakus hängt mitten im Hauptraum. An diesem können die Sünden der Besucher abgelesen werden. Leider nicht öffentlich und für alle verständlich. Weiter zum 7-Eleven – wir brauchen Getränke und haben Entzugserscheinungen nach der Eintrittsmelodie, dann bitte einen Bankomaten, Nudeln essen und in den Park wollen wir auch noch. Und bei drei Männern steht auch noch ein Friseurbesuch an.

Zur Teeprobe erscheinen Ludwig, Eckhart und David frisch frisiert. Eckhart fährt sich durch die Haarstoppel – bisschen kurz geraten vielleicht? Nein – steht ihm gut. Der winzige Laden ist liebevoll ausgestaltet. Dicht gedrängt sitzen wir um das Tischchen und halten vorsichtig die zerbrechlichen kleinen Teeschalen in den Händen. Die Besitzerin erklärt, Jan übersetzt und wir kosten. Gekonnt jongliert unsere Teezeremonienmeisterin mit den verschiedenen Tees. Grün, halb fermentiert, schwarz. Erster Aufguss, zweiter Aufguss, heißes, nicht so heißes Wasser. Verschiedene Farben, milder, grasiger, herber Geschmack. Manche von uns verlieren die Übersicht. Ernst outet sich als Teekenner und hält ein kurzes flammendes Plädoyer für grünen Tee .Er hat als einziger die Teesorten sorgfältig mitgeschrieben und muss jetzt seinen Zettel für Abschriften zur Verfügung stellen. Hans entdeckt vertrocknete Disteln, die ins heiße Wasser geworfen werden, aufblühen und dann wie große Seeigel aussehen und ebenfalls Tee ergeben. Wir erstehen unsere Mitbringsel, Jan versPrint Friendly, PDF & Email

Österreich

Die Schöne Insel, 21.10. bis 13.11.2011

Das buddhistische Kloster Foguangshan ist nichts für Puristen. Es liegt in Süd-Taiwan, in der Nähe der Stadt Kaohsiung, man zieht hier alle Register: Foguangshan ist Mutter von fast 200 internationalen Ablegern und 3 buddhistischen Universitäten, die „Merit Times“ mit einer Auflage von 200 000 täglichen Exemplaren wird hier herausgegeben, Beautiful Life Television hat seine Sendestation auf dem Gelände. Wir werden vom Mönch Hue Shou durch das ausufernde Gelände geführt, in seinem früheren Leben Österreicher. Der schwarze und immer leicht angewiderte Humor seiner Landleute ist im geblieben, der Rundgang gerät kurzweilig, er schont nichts und niemanden.

Man weiß nicht, was man von diesem Kloster halten soll, von dieser enormen Wohltätigkeitsmaschine. Sein Gründer Hsing Yun hat jedenfalls eine sehr pragmatische Herangehensweise, wenn es darum geht, den Menschen seinen Glauben näherzubringen: nachdem er Disneyland in Florida besucht hatte, wurde die „Höhle des Reinen Landes“ auf dem Foguangshan-Gelände in Auftrag gegeben. So etwas hat man noch nicht gesehen, das Vorbild wirkt dagegen hyperrealistisch. Schwer da eine Meinung zu haben, muss man ja auch nicht immer, interessant war der Besuch in jedem Fall. Wenn er sich nicht sehr täusche, dann wäre es das nach dieser Wiedergeburt und er müsse sich mit dem ganzen Humbug nicht mehr herumschlagen, meinte Hue Shou zum Abschluss.

Die Räder haben wir ja nun zurückgelassen und sind zu faulen Bustouristen mutiert. Bis nach Tainan sind wir inzwischen chauffiert worden (anstrengender als Radfahren, das war der allgemeine Tenor). Tainan gefällt auf Anhieb, es ist dunstig und lebendig, auf den Straßen wird gesessen und gegessen, viele alte Tempel und altes Leben. Der Huayuan-Nachtmarkt gestern Abend war orgiastisch, man darf sich bei solchen Gelegenheiten nicht schonen sondern sollte sich bis zum Anschlag durch die Stände futtern. Triumphal war die Ausbeute bei den Glücksspielen vor Ort: Monika freut sich, dass sie ihrem Gepäck jetzt auch noch einen überdimensionierten Snoopy zufügen konnte. Jens hat ein tolles ferngesteuertes Auto gewonnen, Glückwunsch!

Das nimmt er jetzt nach Shanghai mit und wird dafür Respekt ernten, heute hat er schon wieder den Abflug gemacht. In Shanghai arbeite er seit einem Jahr für sein großes französisches Unternehmen. Mittlerweile als Direktor („Jingli“, hat ihn selber überrascht, als ich ihm das auf seiner Visitenkarte übersetzt habe…jaja, die Chinesen und ihre Titel).

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Der wahre Wert des Königs Wen von Zhou

Die Schöne Insel, 21.10. bis 13.11.2011

Ruhetag im Badeort Kenting, also eine gute Gelegenheit, die Orakelsprüche aus den daoistischen Tempeln zu übersetzen, die der ein oder andere auf dem Weg eingesammelt hat. Mysteriös! Das Hotelpersonal weiß kaum weiterzuhelfen. „Mit 80 war man einst Tai Gong, erst dann wusste man vom König Wen“, „Studiere eifrig den ersten Band des Gelben Klassikers“ (viel Spaß, Ludwig!), etc pp. In jedem Tempel – es gibt sehr viele Tempel auf Taiwan – kann man es mit dem Schicksal aufnehmen. Meistens schüttelt man sich ein Orakelholz zurecht, befragt die Yin-und Yang-Klötzchen ob die Zahl darauf in Ordnung geht und zieht dann den entsprechenden Zettel mit unergründlicher Aufschrift. Und gibt es dann mir zur Übersetzung, natürlich bin ich erstmal komplett hilflos. Aber spätestens heute Abend wird man Bescheid wissen, über Alles.

Heute also Gammeltag in Kenting, die Radtour ist rum, was uns alle wehmütig gestimmt hat. Die Giants haben uns nun verlassen und auch das ist schade, der smarte Jiagen und die burschikose Mingfang. Es war wunderschön hier im Osten der Insel Radzufahren. Sogar unsere Schnellsten sind gegen Ende immer langsamer geworden, um die Kilometer auszukosten. Der letzte Teil der Strecke war pazifisch, die Weite, die sich auftut, ist kaum mehr vorstellbar. Die nächste ernstzunehmende Landmasse wäre Hawaii, was nicht gerade um die Ecke ist. Unbestimmte Sehnsüchte bringt dieses Meer mit sich, Gischt der Brandung, Schaum der Tage, frischgezapfte Bierkronen, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Im Südosten der Insel war auch kaum mehr was los, die kleinen Fischerdörfer hatten allerdings eins gemeinsam: ihren 7eleven, der uns zumeist als Raststation gedient hat. Eigentlich nur um Hans zu unterstützen, stolzer und optimistischer Aktienbesitzer dieses Unternehmens.

Der Wind hat uns mächtig südwärts getrieben. Gestern fuhren uns Ute und Volker über den Weg, alte Freunde von mir und der Firma, das war vielleicht schön! Sie schlagen sich diesmal alleine durch und sehen gut und gesund dabei aus, in Taibei wollen wir uns wiedersehen. Leider fahren sie in die falsche Richtung, mit dem Wind werden sie zu kämpfen haben, vielleicht sollten sie doch eher auf den Südwestmonsun warten, der Wind soll allerdings erst im Mai wieder drehen.


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Mehr Meer als gestern.

Geschmeidige Teilnehmer, gutes Personal, was will man mehr. Hier spricht David, der hospitiert:

Die Schöne Insel, 21.10. bis 13.11.2011

Ich greif mal gleich vorne weg. Heute Abend haben wir doch wieder etwas mehr getrunken als gestern Abend. Gestern Abend lehnte selbst die Hartgesottenen den zweiten Schluck aus der 58% GaoLiang Flasche ab und bequemten sich früher als an den vorherigen Tagen ins Bett. Ich denke so um zehn waren alle am schlafen, bei der Monika bin ich mir da nicht so sicher…

Der heutige Tag fing also ausgeschlafen und fröhlich an. Wir versammelten uns und gingen dann Hand in Hand zum Restaurant um gemeinsam unser Frühstück einzunehmen. Hierzu merke man sich: Sandwich geht über Hamburger, Hamburger gehen über Reissschleim und Reissschleim geht über das komische nicht Tofu sonder Gluten Zeug, welches nur Heiko und Jan runter bekommen haben. Omelett, eingelegte Gurken und Bambus auf Reissschleim, mir hats geschmeckt. Andere wie Jens z.B. süssten mit Zucker und hatten dann so eine Art süssen Milchreis. Beim nächsten Stop nach ca. 20 min gingen die Bananen allerdings weg wie warme Semmeln und so manch einer Stand in der Schlange um die leckeren Bao Zi zu bekommen. Wie gesagt selbst schlechte Hamburger gehen über Reisschleim…

Dann rauf aufs Rad und weiter die wunderschöne Abfahrt von gestern hinunter. Zwei tote Mäuse, eine tote Katze und ein toter Hund, alle auf der Strasse. Arme Tiere! Den Hund haben Root und ich noch auf die Seite gelegt. Ich dachte ich hätte nach dieser kurzen Abfahrt schon alle Tiere gesehen, die diese Gegend zu bieten hat, dem war nicht so. Nächster Stop war die Affenbrücke. Auf, unter, neben der Brücke, im Wald und bei uns zwischen den Füssen. Überall Affen. Eine Art die es nur in Taiwan gibt, erklärte mir Root unser Giantführer. Ming Hou Zi sei der Name, meine ich mich zu erinnern. Allerdings interessierten die Affen sich nur für unser Essen. Lutz ist gleich zweimal mit ihnen aneinander geraten, einmal als er seinen Apfel alleine essen wollte, den wollte ihm ein Affe aus der Hand reissen. Und beim zweiten mal hat er einem Affenmänchen vormachen wollte, wie man aus dem Stand auf die Mauer neben ihm springt. Das fand dieser nicht lustig und bestrafte Lutz mit lautem krächzten und bösem Blick. Richtig bösem Blick.
Weg von den Affen, weiter runter. Und da war es wieder zu sehen: Das MEER!

Wunderschön! Zur Rechten die Berge, zu unserer Linken das Meer. Etwas mehr Autos als die letzten zwei Tage, trotzdem eine sehr angenehm zu befahrende Landstrasse. Ein bisschen rauf, ein bisschen runter. Dann eine kurze Nudelpause, bei der man schon ahnen konnte, dass das Essen in dieser Region wieder mehr Würze und Geschmack haben sollte als die letzen paar Tage. Sonne hatten wir schon den ganzen Morgen und in brennender Hitze ging es danach weiter. Es hätte auch für zwei Sonnenbrände gereicht, gut, dass man nur einen bekommen kann. Den hatte ich da auch schon und war nicht alleine damit.

Es ging dann weiter, ein bisschen übers Land, ein bisschen am Meer entlang und dann ging es ein bisschen bergauf. Traumhaft entlang am Abhang zum Meer hinunter. Natürlich weiterhin in Mitten von sattem Grün, wie seid dem ersten Fahrradtag auf der „Schönen Insel“. Nur mischten sich nun auch mehr und mehr Palmen unter die Bäume. Mittlerweile sind wir ja tropisch.
90 km gingen schnell vorbei, kurz warten, rechts abbiegen und schon waren wir bei unseren Burg angekommen.

Ach ja, die Chinesen! Heute Nacht wohnen wir also in einem Hotel mit zwei Burgtürmen, heissen Quellen im Garten und Panorama Fenstern im Zimmer mit Blick auf Fluss und Meer. Dann Business as usual: Schmutzbier (diesmal im Pool), Zimmerverteilung, Ruhepause und um sieben Uhr gings zum Essen. Wunderbar! Kleines Restaurant, sauber, nette Inhaber und ein köstliches Essen. Ich kann ohne Übertreibung behaupten, dass es eins der besten Stücke Fisch war, die ich jemals gegessen habe. Ich glaub wir waren dann aber alle zu schnell zu satt um noch einmal was davon nach zu bestellen.

Ich war dann noch kurz Dreien aus unsere Gruppe im Internetcafe helfen, Kerne kaufen, den kleinen Hund mit süssem Brot füttern, der mir hinterher gelaufen kam und sah mich schon auf dem Weg ins Bett, als ich dann doch Ludwig von hinten erkannte. Ich sag mal Jan hat noch eine Gruppe Auserwählter in eine Karaoke Bar geschleppt bekommen. Wie soll ich den Abend weiter beschreiben, wo man doch weiss, dass Eigenlob stinkt!

Aber Jan und ich haben in Sachen Karaoke schon eindeutig das Beste geboten, was dieses kleine verschlafene Dorf jemals gehört hat. O.K., die Besitzerin war auch nicht schlecht. Hans hat uns tatkräftig unterstützt und auch Heiko und Eckert sind ins grandiose Finale von „New York, New York“ noch mit eingestiegen. Ganz grosse Kunst, ich glaube das führt zu einem zweiten Teil, noch auf dieser Reise.
Jan sagt, ich solle nicht soviel schreiben, er müsse das ja alles noch kontrollieren und er hätte eh schon viel zu viel Betelnuss gefuttert…

Also gute Nacht und einen erholenden Schlaf. Morgen ist schon unser vorletzter Radtag. Besonders schöne Zeit vergeht wie im Flug.


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Ans Meer. Durch Reisfelder.

Die Schöne Insel, 21.10. bis 13.11.2011

Von Monika, die mal wieder nicht zugehört hat 🙂 Oder ich hatte zu viel 58 getrunken…

„Heute fahren wir am Meer entlang. Das hat uns Jan vor zwei Tagen angekündigt. Freudig legen wir Badehose, Schwimmreifen und Sonnencreme im Gepäck ganz obenauf. Die Sonnencreme können wir sofort gut verwenden, mit dem Rest wird es schwierig. Jan versucht sich aus der versprochenen Meer-Situation rauszudribbeln. Wir haben das falsch verstanden – aha.

Unsere zwei GIANT Guides haben ihren Kollegen uns berichtet. Offensichtlich positiv. Heute kommen Nicki und Nixon dazu. Sie haben sie sich spontan zwei Tage Urlaub genommen um uns zu begleiten. Einfach so. Nixon (er schreibt sich wirklich wie der Präsident) ist Ingenieur, ein schmales Kraftpaket und tüftelt derzeit an den offiziellen Tour de France Rädern herum. Er hat ein schwarzes High-End-Bike dabei, das mit gefüllter Wasserflasche ca. 2,5 Kilo schwer ist und aussieht als ob es völlig selbständig die Berge hochfährt. Wenn Nixon in die Pedale tritt kommt keiner, wirklich keiner von uns hinterher.

Aber wir wollen ja zum Meer. Beim örtlichen Fischhändler liegen schon mal Krustentiere, Muscheln und auch ein kleiner Hai. Bald sind wir da. Bestimmt. Nur noch durch ein paar Reisfelder.

Taiwan ist ein Traum für alle Fahrradfahrer. Jede Polizeistation hat Luftpumpen, Flickzeug, Schläuche und eine positive Einstellung für alle Radfahrer. In leuchtend grünen Kästen liegen alle nötigen Utensilien. Leuchtend grün sind auch die Reisfelder durch die wir hindurchfegen. Aufgeteilt in kleine Pulks sausen wir durch die fast autofreie Traumlandschaft. Nur Fliegen ist schöner.

Kleine Lebensmittelmärkte sind willkommene Pausenstationen. Frischer Kaffee, leckere Zwischenmahlzeiten, WiFi für die Kommunikationsjunkies unter uns. Inzwischen streifen wir routiniert durch die Regale der Läden und scannen das Angebot ab. Heimisch Toblerone und taiwanesische Reispäckchen. Alles da. Aber wo ist das versprochene Meer?

Das Radfahren begeistert uns so, das uns das heutige Pensum von knapp 80km nicht genug ist. Unsere Guides schlagen einen Umweg für eine Lunchpause an einem See vor. Ja gerne – wir futtern uns durch und sitzen an einem hübschen Tümpel – aber immer noch kein Meer. Dann biegen wir seitlich in die Berge ab und schrauben uns einen Pass hoch. Es ist wunderschön hier. Ganz oben ein Ortsschild. Aber kein Ort. Ernst ist in der Gruppe ganz hinten und irritiert. Besorgt fährt er hin und her. Mindestens einen Kilometer zurück und wieder vor – nicht dass er einen Abzweig vergessen hat. Heiko, der Größte von uns steigt auf einen herumstehenden großen Bagger. Wir legen den Kopf in den Nacken – sieht er das Meer? Nein. Aber unsere Unterkunft. Die ist völlig wild in die Landschaft eingebaut und sehr, sehr schön. Aber auch internet- und meerfrei. Jan versucht‘s nochmal – ihr habt nicht aufgepasst. Es ist eine Pilottour, damit kann man eigentlich alles entschuldigen.

David hat Schmutzbier organisiert – ein Kleinlaster rollt an und versorgt uns. Wir sitzen da mit Traumblick über die Berge und genießen, dass wir in den Tropen sind. Heute haben wir den Wendekreis des Krebses überschritten.

Noch etwas – es gibt ein Buch ‚Traumstraßen der Welt‘ das über den Highway No1., Neuseeland und andere schöne Reisewege berichtet. Die heutige Strecke berechtigt die Aufnahme in diese Reiseliteratur.


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So Long, Tetrapode

Die Schöne Insel, 21.10. bis 13.11.2011

Heute aus der Welt der Tetrapoden in das schöne Hinterland. Tetrapoden, das sind die monströsen Wellenbrecher aus Beton und die scheinen an der taiwanischen Ostküste bitter nötig zu sein, vor allem in der Taifun-Saison (doch Vorsicht: in punkto Landerhaltung haben sie nicht gehalten, was sie versprochen haben. Wie uns allen das Beispiel Sylt nur zu deutlich vor Augen geführt hat).

Also weg von den Tetrapoden, durch onduliertes und kupiertes Gelände, eine abwechslungsreiche, sich durch grüne Landschaft schlängelnde Straße entlang. Flüsterasphalt und Verkehrsarmut. Für Fahrradfahrer sind die Strecken hier toll ausgebaut, immerhin davon sieht man einige, vor allem Rennradler. Es gibt speziell ausgewiesene Rastplätze, an strategischen Stellen findet sich offen zugängliches Fahrradwerkzeug (übrigens auch in allen Polizeistationen) und immer wieder aufmunternde Schilder, die meine Truppe glücklicherweise nicht lesen kann (etwa „Die nächsten 500 Meter wirst Du schnaufen wie ein Ochse“). Jetzt sind wir in Ruishui angelangt und schlapp von den leicht schwefeligen heißen Quellen im Hotel, es wartet der Feuertopf, der uns gewiss den Rest geben wird.

Die Gegend hier zittert, unmerklich aber immerzu: wir sind im East Rift Valley, wo die Eurasische Platte seit Jahrmillionen gegen ihr Philippinisches Gegenstück arbeitet. Das Tal zwischen Zentralgebirge und Pazifik ist herrlich und entlegen, nur ganz vereinzelt sind wir heute durch kleine Siedlungen gekommen. Die Zikaden haben einen Höllenlärm gemacht und dann wie auf Kommando aufgehört damit, die Luft duftet nach Obst: ausgedehnte Pomelo-Pflanzungen, Ananas-Plantagen, Orangenhaine. Der Reis steht hier noch in voller Ähre, im Norden war schon alles abgeerntet: wir nähern uns den Gegenden im Süden, wo drei Reisernten im Jahr möglich sind. Morgen früh geht es über den Wendekreis des Krebses, dann sind wir offiziell in den Tropen.


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