Der Lange Fluss
Den Yangzi entlang gen Osten
Der Lange Fluss

72
Tage
51
Aktiv
4.000
KM
6.300 Kilometer ist der Yangzi lang und zieht sich von West nach Ost durch das Reich der Mitte. Vom tibetischen Hochplateau bis zu den Reisfeldern des Deltas durchläuft er unzählige Kulturen, abwechslungsreiche Landschaften und alle Vegetationsstufen. Wir werden diesem faszinierenden Strom vom Oberlauf bis zur Mündung folgen und dabei alle Facetten Chinas entdecken: Von den Minderheiten am Oberlauf über die epischen Landschaften der „Drei Schluchten“ bis hin zum „Land von Fisch und Reis“ mit seinen Wasserdörfern und historischen Handelsstädten. Am Anfang und am Ende dieser einmaligen Reise entdecken wir die Weltmetropole Shanghai, Gastgeber der Expo 2010. Der Weltausstellung werden wir einen ganzen Tag widmen.

Hinweis: Diese Reise kann auch in Teiletappen gebucht werden. Der Einstieg und Ausstieg ist in Shanghai, Lijiang, Xichang, Chongqing, Yichang, Wuhan und Hangzhou möglich. Die entsprechenden Preise und den Reiseablauf erhalten Sie auf Nachfrage.

Tourverlauf
Expo-Stadt Shanghai
Am Anfang und am Ende unserer epischen Reise entlang des Yangzi verbringen wir insgesamt fünf Nächte in Shanghai. Wir entdecken Shanghai während eines ausgedehnten Spazierganges, schlendern über den Bund, bummeln durch die Altstadt und werfen im modernen Pudong-Viertel einen Blick auf die Skyline von oben. Einen ganzen Tag haben wir dem Besuch der Weltausstellung gewidmet. Natürlich entdecken wir auch die kulturellen und kulinarischen Spezialitäten von Chinas heimlicher Hauptstadt und stürzen uns in das Nachtleben einer der aufregendsten Städte der Welt. Der Tag vor der Rückreise steht wie gewohnt in Zeichen der eigenen Erkundung. Tipps zum Entdecken gibt gerne der Reiseleiter.
 
An den Ausläufern des Himalayas: Der Oberlauf des Yangzi
Die Provinzen Yunnan und Sichuan gehören zu den landschaftlich schönsten und interessantesten im Reich der Mitte. Unsere Radtour beginnt in Zhongdian an der Grenze des tibetischen Kulturraumes. Dem Yangzi begegnen wir zum ersten Mal in der Tigersprungschlucht, einer der tiefsten Schluchten der Welt, und folgen ihm zunächst bis zur „Ersten Biegung des Yangzi“ bei Shigu, eine von zwei 180-Grad-Kehren am Oberlauf, ohne die der Yangzi nach Südostasien und nicht nach Ost-China fließen würde. Nach einem Zwischenstopp in der Hauptstadt der Naxi, Lijiang, mit ihrer gut erhaltenen Altstadt und einen Abstecher zum auf 2.500 Meter Höhe gelegenen Lugu-See radeln wir durch die faszinierende Berglandschaft Nordost-Yunnans und erreichen in Sichuan wieder den Yangzi. Dieser weist uns den Weg nach Osten: Über die Hauptstadt der Yi-Minorität, Xichang, und die buddhistischen Höhlenklöster von Dazu erreichen wir nach 1.700 Kilometern die 30-Millionen-Metropole Chongqing.
 
Die Drei Schluchten des Yangzi: Der Mittellauf
Die nächsten Tage begeben wir uns auf die Spuren der Dichter und fahren mit Rad und Linienboot durch die berühmten „Drei Schluchten des Yangzi“. Über Fengdu, Wanzhou, Fengjie und Wushan geht die Reise, die uns gleichzeitig in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft führt. Wir entdecken die Spuren der mehr als 2.000 Jahre alten Kultur der Ba ebenso wie die Tempel und Monumente der chinesischen Geschichte, begegnen modernen Städten und Dörfern im Dornröschenschlaf und machen der größten Staumauer der Welt unsere Aufwartung. In Yichang enden die „Drei Schluchten des Yangzi“, vor uns liegen die weiten Reisefelder des Mittellaufes. Auch hier radeln wir wieder durch historisches Gebiet: Jingzhou war kurzfristig Hauptstadt der Region und hat neben einer gut erhaltenen Stadtmauer auch ein exzellentes Museum zu bieten. Nach 48 Tagen und knapp 2.600 Kilometern erreichen wir Wuhan.
 
Land von Fisch, Reis und heiligen Bergen: Der Unterlauf
Von Wuhan geht unsere Reise weiter durch die chinesische Kornkammer – auf historischem Gelände. Wir machen dem Lushan unsere Aufwartung, der in Chinas Revolutionsgeschichte einen wichtigen Platz einnimmt. Außerdem stehen der heilige buddhistische Berg Jiuhua Shan und der Chinesen liebster Ausflugsberg Huangshan auf dem Programm. In Wuyuan spazieren wir durch die gut erhaltene Architektur einer der schönsten chinesischen Handelsstädte. In Hangzhou erwartet uns eine gute Tasse Longjing-Tee, ehe wir über zwei der malerischen „Wasserstädte“ des Yangzi-Deltas, Wuzhen und Xitang nach 72 Tagen und rund 4.000 Kilometern das Ziel unserer Reise erreichen und durch die Straßen Shanghais radeln.
 
Ein offenes Wort
Eine 72-tägige Reise macht man nicht alle Tage. Aus den Erfahrungen der Athen-Peking-Radtour 2008 wissen wir, dass solch eine Reise besondere Anforderungen an die Teilnehmer und den Reiseleiter stellt. Die durchschnittliche Tagesetappen-Länge wird bei 90 Kilometern liegen, an manchen Tagen müssen bis zu 160 Kilometer zurückgelegt werden. Bei den Unterkünften werden wir, wo möglich, unseren gewohnten Standard bieten. Zuweilen müssen hier aber mangels Alternative deutliche Abstriche gemacht werden. Etwa die Hälfte der Stecke ist erkundet, auf der anderen Hälfte erkunden wir die Strecke gemeinsam. Dies erfordert von den Teilnehmern Flexibilität und einen Schuss Abenteuerlust. Entschädigt werden wir mit einem einmaligen und unmittelbaren Erlebnis, das nur wenigen Chinareisenden vergönnt ist.
Die Radtour werden wir wieder mit den bewährten „Koga Signature“ -Rädern machen, die schon die Athen-Peking-Gruppe ohne nennenswerte Pannen über 14.000 Kilometer getragen haben.
Diese Reise bieten wir nur 2010 an, eine Wiederholung ist frühestens in vier Jahren geplant.

 

 


 

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