Transmongolia
Radtour von Irkutsk nach Beijing
Transmongolia

56
Tage
48
Aktiv
3240
KM
Am 14. September 2011 kam unsere Transeurasien-Gruppe nach 12.000 gefahrenen Kilometern gutgelaunt in Beijing (Peking) an. Vor allem die letzten beiden Teiletappen von Irkutsk in die chinesische Hauptsstadt hatten es den Teilnehmern angetan, so dass für uns schnell klar war: Diese Strecke werden wir auch 2012 wieder anbieten. Vom blauen Baikalsee bis zur gelben Ebene des chinesischen Lössplateaus, von Russland nach China führt uns diese Radtour. Eine Reise, wie man sie nur einmal im Leben macht!

Diese anspruchsvolle Radtour bieten wir in Zusammenarbeit mit unseren Partnerveranstaltern Weit-Blicke Studien- und Aktivreisen und Mongolei-Reise an. Sie kann sowohl als 56-Tage-Variante von Irkutsk nach Beijing als auch als Teiletappe Irkutsk - Ulaanbaatar, Ulaanbaatar - Datong, Datong - Beijing oder als Kombination dieser Etappen gebucht werden.


Tourverlauf
1. Tag Anreise
Ankunft nach individueller Anreise in Irkutsk.
 
2. Tag Stadtbesichtigung Irkutsk
Wir lernen auf dem Rad Irkutsk kennen und machen uns dabei mit der Geschichte der Sibirischen Verbannungen sowie der Tätigkeit deutscher Wissenschaftler bei der Erschließung Sibiriens vertraut.
 
3. - 4. Tag Irkutsk – Sljudjanka
Schon geht es los: Von der Angara führt unser Weg bergauf auf die Höhen von Kultuk, von denen sich ein unbeschreiblicher Ausblick auf den Baikal auf der einen und ins Tal des Irkut auf der anderen Seite auftut. In der Ferne kann man bei gutem Wetter die Massive des Sajan erahnen und auch Wetteränderungen auf dem launischen See mitverfolgen.
Strecke: insg. ca. 150 km
 
5. Tag Sljudjanka – Tanchoi
Die Südspitze des Baikals hinter uns lassend erstreckt sich zur Linken das Heilige Meer und zur Rechten die Höhenzüge Chamar Daban. Der Weg führt uns vorbei an Baikalsk, dass mit seinem Zellulosekombinat über Jahre eine unrühmliche Rolle bei der Verschmutzung des Baikals spielte und nun von einem kanadischen Investor übernommen wurde, der es wiederbeleben will. Wir erreichen schließlich die Zentrale des nahegelegenen Reservats und können uns dort auf Wunsch mit den Problemen des Umweltschutzes am Baikal bekannt machen.
Strecke: ca. 110 km
 
6. Tag Tanchoi – Posolskoje
Entlang des Baikalufers geht es in das Fischerdorf Posolskoje, dass seinen Namen von den dort gelandeten russischen Botschaftern (posol) erhalten hat, die als Kolonialisten nicht sonderlich freundlich empfangen wurden. Zu Ihrem Gedenken wurde die mittlerweile älteste orthodoxe Kirche im Transbaikalien errichtet. Uns hingegen erwarten aufgeschlossene Einwohner, die uns mit regionalen Spezialitäten und dem einen oder anderen Schluck beköstigen werden.
Strecke: ca. 110 km
 
7. Tag Posolskoje – Selenga-Delta
Heute erkunden wir das Delta der Selenga, das als Reservat unter Naturschutz steht und zahlreichen Vogelarten ein Zuhause bietet. Höhepunkte werden unzweifelhaft die Fahrt mit kleinen Motorbooten durch die Flussarme und die Gastfreundschaft der Wärter des ältesten Leuchtturms des Baikals sein. Wir wandeln zudem auf einer Sandbank 2cm hoch über dem Wasser des Heiligen Meeres.
Strecke: ca. 20 km
 
8. Tag Posolskoje – Ulan-Ude
Unsere lange Etappe (die teilweise im Begleitbus zurückgelegt werden kann) folgt der Selenga flussaufwärts nach Süden in die burjatische Hauptstadt Ulan-Ude. Ein Hauch einer Mischung aus Buddhismus und Schamanismus wird uns an einigen Stellen entgegenwehen. An wichtigen Plätzen am Straßenrand wehen Fahnen und es werden Münzen, Zigaretten und Wodka geopfert.
Strecke: ca. 160 km
 
9. Tag: Ulan-Ude
Wir erkunden die Hauptstadt Burjatiens und machen uns im nahegelegenen Freilichtmuseum bekannt mit den Traditionen der indigenen Völker, wie den Burjaten und Ewenken, der Landnahme durch die Kosaken und den Rückzug der Altgläubigen fernab der Macht.
 
10. Tag Ulan-Ude – Iwolginsk – Gusinoozersk
Wir verlassen Ulan-Ude gen Südwesten und erreichen nach wenigen Kilometern die größte buddhistische Tempelanlage Russlands. Das Kloster überdauerte als einzigstes selbst die Stalinzeit und beherbergt die einzige lamaistische Schule Russlands. Die Mumie des Vorstehers Itigilow wird zu wichtigen Feiertagen aufgebahrt.
Strecke: ca. 120 km
 
11. Tag Gusinoozersk – Kjachta
Wir fahren durch die Ausläufer des Altai-Sajan-Massivs, das uns die letzte Woche in südlicher Richtung begleitet hat. Der Grenzort Kjachta ist eine Handelsstadt und hat seine Bedeutung im Kleinhandel mit chinesischen Waren mittlerweile wiedererlangt. 1727 wurde hier der erste Handelsvertrag zwischen dem Russischen Reich und dem Kaiserreich China unterzeichnet. 1915 verhandelte man über die Autonomie der Äußeren Mongolei.
Strecke: ca. 125 km
 
12. Tag Kjachta – Suchbaatar
Wir reisen über Altanbulag in die Mongolei ein. Von dort aus fahren wir nach Suchbaatar weiter. Dort besuchen wir den örtlichen Markt.
Strecke: ca. 30 km
 
13. Tag Suchbaatar – Darchan
Heute radeln wir in Richtung Süden über den Fluss Yeroo bis zur kleinen Stadt Darchan.
Strecke: ca. 103 km
 
14. Tag Darchan – Jurtencamp
Auf dem Weg nach Ulaanbaatar genießen wir die Steppenlandschaft entlang des Flusses Charaa.
Strecke: ca. 115 km
 
15. TagJurtencamp
Den heutigen Tag verbringen wir in der näheren Umgebung. Wir besuchen eine Nomadenfamilie. Es besteht auch die Möglichkeit Pferde zu reiten.
 
16. Tag Von Jurtencamp zu Jurtencamp
Unser heutiges Ziel ist ein anderes Jurtencamp kurz vor der Hauptstadt Ulaanbaatar.
Strecke: ca. 100 km
 
17. Tag Jurtencamp – Hustai Nationalpark
Heute geht es weiter zum Nationalpark Hustai. Dort läuft seit einigen Jahren ein Projekt zur Auswilderung von Przewalski-Pferden. Morgens und abends ist es möglich, die wilden Pferde zu beobachten.
Strecke: ca. 90 km
 
18. Tag Hustai Nationalpark – Terelj Nationalpark
Zunächst radeln wir zur Hauptstadt Ulaanbaatar. Nachdem wir unsere Fahrräder dort abgestellt haben, geht es weiter mit unserem Bus zum Reiterdenkmal Tschingis Khans. Danach fahren wir zum Nationalpark Terelj.
Strecke: ca. 65 km
 
19. Tag Terelj Nationalpark
Am heutigen Tag reiten oder wandern wir durch den Nationalpark und genießen die Schönheit der Natur.
 
20. Tag Terelj Nationalpark – Ulaanbaatar
Heute bringt uns der Bus zurück nach Ulaanbaatar.
 
21. Tag Ulaanbaatar
Bei unserem Stadtrundgang besichtigen wir das Zentrum Ulaanbaatars und schauen uns insbesondere das Kloster Gandan an. Vom Aussichtspunkt auf dem Zaisan-Hügel können wir fast die ganze Stadt überblicken. Am Abend besuchen wir ein traditionelles mongolisches Konzert.
 
22. Tag Ulaanbaatar
Der heutige Tag steht zur freien Verfügung, um vielleicht einen Original mongolischen Kaschmirpullover zu erstehen.
 
23. Tag Ulaanbaatar – Steppe
Von der Hauptstadt aus machen wir uns auf den Weg Richtung Süden. Die Zivilisation lassen wir schon nach kurzer Zeit hinter uns. Abends genießen wir den klaren Sternenhimmel.
Strecke: ca. 130 km
 
24. Tag Steppe – Wüste
Heute radeln wir in die Wüste hinein. Mit etwas Glück können wir in dieser Gegend verschiedenen Tierarten begegnen: z.B. Falken, Milanen und Steppenadlern. Kurz hinter der kleinen Stadt Tschoir übernachten wir im Zelt.
Strecke: ca. 115 km
 
25. Tag Airag – Wüste
Unsere Fahrt führt uns nun tiefer in die Wüste Gobi hinein. Wir erleben die große Weite, welche schon viele Entdeckungsreisende beeindruckt hat.
Strecke: ca. 100 km
 
26. Tag Wüste – Sainschand
Heute erreichen wir die kleine Stadt Sainschand und besichtigen dort das Danzanravjaa-Museum. Danzanravjaa galt im 19. Jahrhundert als eine der hohen Inkarnationen in der Mongolei. Insbesondere war er ein begabter Dramaturg.
Strecke: ca. 100 km
 
27. Tag Sainschand – Kloster Chamrin – Tawan Dochio
Wir besichtigen das Kloster Hamrin. Außerdem kehren wir heute bei einer Nomadenfamilie ein. Es besteht die Möglichkeit, Kamele zu reiten.
Strecke: ca. 58 km
 
28. Tag Tawan Dochio – Wüste
Auf unserer heutigen Etappe erreichen wir einen der am dünnsten besiedelten Teile der Wüste Gobi. Inmitten der endlosen Weite schlagen wir unsere Zelte auf.
Strecke: ca. 90 km
 
29. Tag Durch die Wüste
Langsam kommen wir der chinesischen Grenze näher und unser heutiges Panorama ist die Wüste pur.
Strecke: ca. 75 km
 
30. Tag Tsagaan Chad – Zamin Uud
Heute erreichen wir Zamin-Uud, dem größten Grenzort zwischen der Mongolei und China.
Strecke: ca. 95 km
 
31. Tag Zamin Uud – Grenzübergang Erenhuote
Heute verabschieden wir uns von der Mongolei und überqueren die mongolisch-chinesische Grenze.
Strecke: ca. 20 km
 
32. - 36. Tag Erlian nach Fengzhen
Die nächsten fünf Tage fahren wir durch die Grassteppe der Inneren Mongolei. Unsere Übernachtungsorte sind Sonid Banner, Xianghuangqi, Shangdu, Ulanqab und Fengzhen
Strecke 32. Tag: ca. 120 km
Strecke 33. Tag: ca. 120 km
Strecke 34. Tag: ca. 95 km
Strecke 35. Tag: ca. 85 km
Strecke 36. Tag: ca. 70 km
 
37. Tag Fengzhen – Datong
Fahrt von Fengzhen nach Datong. 3 Übernachtungen in Datong.
Strecke: ca. 60 km
 
38. - 39. Tag Datong
Nach einem Ruhetag in Datong machen wir einen Tagesausflug mit dem Bus zu den Yungang-Buddhahöhlen.
 
40. Tag Datong – Yingxian
Fahrt nach Yingxian. Dort besichtigen wir die hölzerne Pagode, eines der ältesten buddhistischen Monumente Chinas.
Strecke: ca. 85 km
 
41. Tag Yingxian – Taihuai (Wutaishan)
Über zwei Pässe führt uns der Weg zum heiligen buddhistischen Berg Wutaishan.
Strecke: ca. 110 km
 
42. - 43. Tag Wutaishan
Wir haben zwei Tage Zeit, die spektakulären Tempelanlagen am Wutaishan zu besichtigen.
 
44. Tag Wutaishan – Hunyuan
Sofort geht es wieder in die Vollen: Durch eine spektakuläre Mittelgebirgslandschaft fahren wir nach Hunyuan.
Strecke: ca. 140 km
 
45. - 46 Tag Hängende Klöster und der Hengshan
Ein Tagesausflug führt uns zunächst zu den Hängenden Klöstern von Hunyuan. Am darauffolgenden Tag besuchen wir mit dem Bus den heiligen daoistischen Berg Hengshan.
Tagesausflug 45. Tag: ca. 20 km
 
47. Tag Hunyuan – Yuxian
Durch das stark landwirtschaftlich geprägte Gebiet der Provinz Hebei fahren wir nach Yuxian, einer typischen chinesischen Kreisstadt.
Strecke: ca. 105 km
 
48. Tag Yuxian – Guanting-Reservoir
Die heutige längere Etappe führt uns zum malerischen Guanting-Reservoir.
Strecke: ca. 140 km
 
49. Tag Guanting-Reservoir – Minggräberstausee
Auf dem Weg zum Minggräberstausee besichtigen wir die Chinesische Mauer bei Badaling.
Strecke: ca. 70 km
 
50. Tag Tagesausflug zu den Minggräbern
Mit den Rädern fahren wir um den Stausee herum zunächst zur Seelenstraße und anschließend zu den Gräbern der Ming-Dynastie. Das Changling, Grab des dritten Ming-Kaisers, werden wir ausführlich besichtigen.
Tagesausflug: ca. 35 km
 
51. Tag Minggräberstausee – Huanghua
Über einen kleinen Pass geht es nach Huanghua, Ausgangspunkt für einen Spaziergang auf der Wilden Mauer am Nachmittag.
Strecke: ca. 35 km
 
52. Tag Huanghua – Beijing
Unsere letzte Etappe. Nach rund 85 überwiegend flachen Kilometern rollen wir in die chinesische Hauptstadt ein.
Strecke: ca. 85 km
 
53. - 55. Tag 3 Tage in Beijing
In der chinesischen Hauptstadt werden wir genügend Zeit haben, die Wahrzeichen aus Kaiserzeit und Moderne zu besichtigen: u.a. Verbotene Stadt und Himmelstempel, Sommerpalast und Tempel der Weißen Wolke. Der letzte Tag steht zur freien Verfügung und kann für Einkäufe genutzt werden.
 
56. Tag Abreise
Individuelle Abreise nach Deutschland

 

 


 

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