Über die Wolga

140 Kilometer von Nishny Novgorod nach Lyskowo und dann noch bis Lwowo, auf sehr schöner Nebenstraße bis nach Makarewo, dann mit der Fähre über den Fluss, sonnig bei 22 Grad.

Da Nowgorod auf dem erhöhten Wolgaufer liegt, sehen wir noch lange die Silhouette der Stadt. Die Kuppeln der Sakralbauten im und um den Kreml leuchten und glitzern golden in der Morgensonne. Aus der Stadt heraus fahren wir durch die sozialistischen Vororte, Plattensiedlungen aus den 70er und 80er Jahren. Allerdings auch hier ist die Sanierungswelle schon über die Gebäude gerollt, ich bedauere es ein wenig, denn ich wollte noch ein paar wunderbare schwarz/weiß Aufnahme von tristester Platte haben. Naja, vielleicht klappt es auf der anderen Seite des Urals. Allerdings darf man nicht zu nahe hinsehen, denn so mancher Schutthaufen, der zwischen den Gebäuden schon 15 Jahre lagert ist inzwischen vom Löwenzahn überwachsen und viele Wege sind und werden wohl ewig Trampelpfade bleiben. Es ist halt die ewige russische Schlamperei. Als wir vorgestern im Hotel eingecheckt hatten und sich der Prozess ewig hingezogen hat, meinte ich zu Barbara, dass ich jetzt begriffen habe, warum die Chinesen und die Vietnamesen die Russen wieder aus dem Land rausgeschmissen haben. Und es ist wirklich so, während seit meiner ersten großen Tour vor 19 Jahren Russland schon genauso vor sich hin dümpelte, war China damals noch eine Wüste in vielen Beziehungen. Heute hat China Russland weit zurück gelassen, was Industrialisierung, Landwirtschaft, Lebensstandard (der breiten Masse), Infrastruktur ganz besonders, sowie Tourismus und Service betrifft. Und Vietnam, das ja schwerere Vorraussetzungen und einen noch späteren Start in den Pseudokapitalismus hatte, ist auf dem Wege mit mächtigen Schritten.

Wir holpern dann also mit sehr viel Verkehr aus der Stadt, biegen dann aber auf eine kleine Straße ab. Diese führt uns 80 Kilometer nur durch kleine, schöne Dörfer, Birkenhaine und Kiefernwälder. Es ist sooo erholsam nicht auf der schrecklichen M7 zu brettern, wo man jedes Auge für die Landschaft verliert, weil man sich nur auf den schmalen Seitenstreifen und die Löcher konzentrieren muss.

In Makarewo gibt es ein großes Kloster direkt an der Wolga, leider verpassen wir die Führung und so können wir nur in dem verwilderten Garten herumlaufen. Auch hier wieder der Widerspruch. Die Kuppeln der Kathedrale sind vergoldet und zwischen den Gebäuden sammelt sich der Müll und einige Nebengebäude sind am Zusammenbrechen.

Wir haben Glück, es gibt hier eine Fähre über die Wolga und die fährt sogar eine Stunde später. Bis dahin liegen wir noch ein wenig in der Sonne, nachdem wir den nahe liegenden Laden geplündert haben.

Die Überfahrt dauert 45 Minuten und niemand kommt kassieren, erst beim Verlassen des Kahns stoppt uns die Schiffsmatrone mit stinkiger Laune, wo unsere Tickets seien, der Kommunismus sei vorbei. Wegen der Fahrzeuge auf dem Schiff hatten wir das Kassenhäuschen nicht gesehen. Wegen des rauen Tones der Dame, spielen wir kurz mit dem Gedanken, einfach aufzusteigen und weiter zu radeln, hinterlassen dann aber doch unsere 25 Rubel pro Rad.

In Luiskowo gibt es ein sehr schäbiges Hotel, ohne Dusche und mit Gemeinschaftstoilette, betrieben von zwei Damen, die hier auch schon mindestens 20 Jahre arbeiten oder besser: Dienst schieben. Als ich nach einer Karte oder Telefonnummer frage (ich sammle ja die Adressen für die nächste Tour), dreht sich die eine um und fragt ihre Partnerin: „Sag mal, ham’ wir hier Telefon?“ – „Was fürn Telefon?“ Schnell verabschiede ich mich und empfehle noch das Hotel-Schild gegen ein Museums-Schild auszutauschen.

Noch einmal folgen 30 freudlose Kilometer auf der M7, die Trucks blasen an uns vorbei und der Krach ist unglaublich. Nach der guten Erfahrung mit der Nebenstrecke muss ich mir etwas einfallen lassen, aber so richtige Parallelstrecken gibt es nicht und so erhöht sich immer gleich die Kilometerzahl massiv, der Weg am Nordufer der Wolga heute war bestimmt 30 bis 35 Kilometer länger als der Highway.

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Auf den Hügeln an der Wolga

Ruhetag in Nishny Novgord mit Stadtspaziergang.

Am Morgen leuchtet die Sonne schon wieder in den schönsten Farben am Zusammenfluss von Wolga und Oka., Unser Hotel sieht zwar von Außen aus, als stamme es aus den 70er Jahren, was es auch tut, aber die Räume sind alle neu gemacht und die Aussicht ist mehr als grandios.

Der Vormittag steht erst einmal der persönlichen Pflege zur Verfügung. Wir versuchen die weiße Farbe der T-Shirts wieder herzustellen und ich rasiere mich auch mal wieder. Dann falle ich noch einmal eine Stunde ins Bett, nachdem ich etwas lustlos am Blog geschrieben habe. Die Erkältung, die sich gestern angebahnt hat, hat bei mir heute richtig zugeschlagen, hoffe nur, dass ich morgen wieder fit bin.

Mittags brechen wir dann zu einem langen Spaziergang durchs Zentrum auf. Die Stadt lohnt sich wirklich. Blickt man vom erhöhten Ufer herab auf die beiden großen Flüsse, sieht man die goldenen Kuppeln des Blagoweschenski Klosters, ein reiner Männerverein mit striktem Fotoverbot. Barbara wickelt aber einen der Herren so ein, dass sie doch ihre Bilder machen darf.

In der Stadt gibt es jede Form von Transportmitteln, ein U-Bahn, Straßenbahn, die in russischen Städten überall üblichen Trolleybusse (Oberleitungsbusse) und die “Marshroutkas”, kleine Busse, die ohne Fahrplan auf bestimmten Strecken fahren und die Passagiere einsammeln, auf dem Land braucht es dazu nicht einmal einer Haltestelle.

Eigentlich war ja von hier einmal die Weiterfahrt per Boot angedacht, vielleicht bis Perm oder so, aber die Schiffe verkehren erst ab Mitte Juni und dann auch noch unregelmäßig.

Zurück ins Zentrum, welches recht ordentlich renoviert ist, es gibt lange Straßenzüge mit Gebäuden im Neoklassizismus aus dem vorigen Jahrhundert und überall auch Kirchen und Kathedralen. Seit dem 13. Jahrhundert ist die Stadt ein wichtiges Handelszentrum und der Reichtum spiegelt sich in der Stadt wieder. Auf den Hügeln thront ein gewaltiger Kreml über der Stadt. Die Russen bezeichnen die Stadt auch als dritte Hauptstadt, nach Moskau und St. Petersburg, oder es wird auch gesagt Petersburg ist Russlands Haupt, Moskau das Herz und Nishny Novgorod das Portemonnaie.

Für Touristen ist die Stadt noch gar nicht so lange zugänglich. Während des zweiten Weltkrieges wurden viele Rüstungsbetriebe aus dem Westen hierher verlagert. Die Deutschen haben versucht mit Luftangriffen die Produktion auszuschalten, aber es ist ihnen dank der Luftabwehr nicht gelungen. Damals wurden hier Panzer und “Katjuscha” Raketenwerfer produziert. Noch heute werden hier die MiG 29 und MiG 31 hergestellt, ebenso gibt es ein großes Werk für LKWs. Deshalb war die Stadt bis 1991 gesperrt.

Heute zieht sich vom Kreml durch die Stadt eine lange Einkaufsmeile mit teuren Markenläden und Fastfood, wie in jeder anderen Stadt in Europa auch. Nett sind die vielen Bronzefiguren, die überall verteilt sind, mal ein Radfahrer oder eine Dame beim Spaziergang oder ein Fotograf.

Wegen meiner Erkältung verabschiede ich mich schon bald wieder und verschwinde noch einmal im Bett, am Abend muss ich noch mein Blog vollenden und morgen geht es um 6 Uhr schon wieder raus. Und es wird richtig spannend, denn wir versuchen uns am Nordufer der Wolga durchzuschlagen, einige Karten zeigen eine durchgehende Straße, andere nicht und ebenso sieht es mit der Fähre aus, es heißt also: “Adventure is out there!” Und mit Internet rechne ich in vier Tagen in Kasan wieder. Bis dahin viele Grüße an alle!

Schluss mit unplattbar

Neuer Rekord: 170 km von Simonzewo nach Nishny Novgorod, 580 hm, zweite Hälfte auf der Nebenstraße bei bis zu 25 Grad und Sonne, schön müde und fertig am Ufer der Wolga.

Wir haben um 8 Uhr schon die ersten Kilometer hinter uns und dann passiert es nach 3.600 Kilometern das erste Mal! Miriams vorderer Reifen verliert schnell die Luft, der erste Plattfuß. Klassischer Durchstich von irgendetwas und damit ist die Unplattbarkeit wieder einmal vorbei, aber es hat doch recht lange gedauert, wenn ich an Athen-Beijing zurückdenke, das hatten wir den ersten Platten schon in der “Schlammschlacht bei Marathon” und das nach vielleicht 100 Kilometern. Der Schlauch ist schnell geflickt und dann geht es weiter und uns nervt langsam die große Straße. Glücklicherweise gibt es nach 80 Kilometern eine Nebenroute und es ist einfach schön auf der kleinen Straße zu fahren. Man hört wieder die Geräusche der Natur, die Vögel zwitschern und die Mücken surren. Ich möchte wissen, welcher Idiot das Gerücht in die Welt gesetzt habt, dass Mücken tagsüber nicht stechen und inaktiv sind. So nicht die gemeine russische Mücke, egal on man sich in einer Stadt befindet oder durchs Gras streift, letzteres ist besonders extrem, dass sich dann ganze Horden von Tieren auf einen stürzen und aussaugen. Besonders schwierig werden so Toilettengänge in der freien Natur.

Am frühen Nachmittag fangen wir an zu zweifeln, ob es eine gute Idee war, die Megaetappe bis Nishny Novgorod in Angriff zu nehmen, mich trifft die Lustlosigkeit bei 130 Kilometern und dauert ungefähr 10 schwere Kilometer, dann geht es wieder. Inzwischen liegt die Silhouette von Novgorod und nachdem wir dann die ersten Vororte der Millionenstadt überwunden haben liegt die Oka, der Fluss, der hier in die Wolga mündet, vor uns. Auf der anderen Seite geht es dann noch einmal 150 hm straff nach oben, die Stadt liegt auf einem Hügel, sehr zur Freude von uns Radlern; ein 9% Hammeranstieg nach 165 Kilometern mit Gepäck. Aber es geht leichter als gedacht und wir laufen dann ein Hotel mit wunderbarer Sicht über die Stadt an.

Heute gibt es wohl kaum einen, dem nichts weh tut und bei mir bahnt sich eine Erkältung an, das hat mir gerade noch gefehlt! Beim Einchecken braucht die Dame Ewigkeiten, ihr Kartenlesegerät funktioniert nicht richtig und sie will uns vor dem Bezahlen nicht auf die Zimmer lassen. Nachdem wir vier Karten durchprobiert haben, werde ich dann richtig ärgerlich, gibt sie sich mit einem kleinen Deposit zufrieden, schließlich hat sie ja auch noch unsere Pässe. Wir schaffen es dann auch nicht mehr in die Stadt, so müde und fertig sind wir, aber der Ausblick auf den Sonnenuntergang über den abendlich beleuchteten Kathedralen ist einfach grandios. Zum Abendessen haben wir gerade noch einmal Appetit auf eine Suppe, dann fallen wir ins Bett und träumen nach der etwas ruhigeren Tageshälfte heute nicht von vorbeirauschenden Trucks.

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Trucks und Ritterspiele

141 Kilometer von Petuschki nach Simonzewo über Wladimir, 600 hm auf der Schnellstraße bei sonnigen 22 Grad.

Kaum haben wir keinen Arzt mehr dabei, fangen die kleinen Problemchen an, ich hatte schon gestern mit einer Magenverstimmung zu kämpfen, heute kommt Gerhard nicht vom Topf los. Trotzdem kommen wir recht zeitig los. Die Übernachtung im Motel war nicht schlecht, einmal nicht zu teuer und es gab tolle Zimmerchen mit kitschiger Seidentapete. Unten im Restaurant war auch das Essen nicht ganz übel, aber es hat trotzdem zu Gerhards Übelkeit beigetragen. Wir haben beschlossen heute ein gutes Stück weiter als geplant zu fahren, vielleicht schaffen wir es dann morgen sogar bis Nishny Novgorod und haben dann einen Tag als Reserve.

Die Fahrt auf dem Highway M7 ist recht öde, der Verkehr rauscht dicht an dicht an uns vorbei. Allerdings sind die Straßenbeläge recht ordentlich, meistens gibt es einen asphaltierten Seitenstreifen und nur an wenigen Stellen wird es richtig eng. Russische Kraftfahrer sind überhaupt nicht auf Radfahrer eingestellt, nur die wenigsten schlagen einen kleinen Bogen, die meisten ziehen haarscharf an uns vorbei. Man muss also ständig auf der Hut sein und darf keinen Schlenker nach links machen, beispielsweise, um einem Loch auszuweichen.

Etwas ruhiger wird es, als wir uns für die Stadtdurchfahrung von Wladimir entscheiden. Die Stadt hat richtig Charme und jede Menge Sehenswürdigkeiten. Am Eingang zur Altstadt steht das Goldene Tor um das wir erst einmal eine Runde drehen und die Demetriuskathedrale trägt sogar das Siegel der UNESCO. Hinter der Kathedrale hat man eine wunderbare Aussicht und zu uns dringt lauter Kampflärm. Das müssen wir uns näher ansehen, dort finden Ritterfestspiele statt und mit Rüstungen bewehrte Burschen schlagen kräftig mit Schildern und Stöcken aufeinander ein und scheinen sichtbaren Spaß an der Sache zu haben. Wir sehen und staunen ein wenig bevor wir uns wieder auf’s Rade schwingen. 2014, bei meiner nächsten Tour hierher, werde ich auf alle Fälle in der Stadt übernachten, denn das Zentrum mit vielen Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert ist einen langen Stadtbummel wert.

Leider müssen wir dann wieder zurück auf die Hauptstraße. Ganz bis nach Wjasniki schaffen wir es nicht, die Hälfte unserer Krieger ist nach den 140 Kilometern recht geschafft und so können wir uns vor allem nach dem Essen nicht mehr aufraffen, noch einmal aufs Rad zu steigen. Dazu kommt, dass das Motel unschlagbar günstig und dazu noch blitzsauber ist. Dafür wollen wir am nächsten Morgen noch zeitiger los, möglichst schon um 7 Uhr.

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Reise nach Petuschki

136 Kilometer von Moskau nach Petuschki, nur auf der M 7 bei guter Straße und starkem Verkehr, Sonne und Wolken bei bis 20 Grad.

Venja hat eine Freundin, die lebt in Petuschki, einem kleinen Ort ungefähr 130 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Die Elektritschka, die elektrifizierte Eisenbahn, hält auch in dem winzigen Städtchen, allerdings muss man dazu ein paar mal umsteigen. Um eine angenehme Fahrt zu haben hat Venja etwas genug Wodka dabei, auch ansonsten ist er einem klaren Tropfen nicht abgeneigt. Während er dann sich langsam betrinkt und draußen die Birkenwälder vorbeifliegen und der Zug monoton vor sich hin rattert, trifft er immer komischere Gestalten und Fabelwesen. Als er den Umsteigebahnhof erreicht ist Venja volltrunken und befindet sich dann im falschen Zug, zurück nach Moskau und als er mehr als verkatert wieder am Anfang der Reise ankommt, wird er auch noch von düsteren Gestalten überfallen.

Wir haben heute gesund und munter nach einem langen Ritt von 136 Kilometern Petuschki erreicht und übernachten recht preiswert in einem Motel. Unser Freund Venja ist die Romanfigur des Romans “Reise nach Petuschki” von Wenedikt Jerofejew aus dem Jahr 1970, eine Realsatire auf den Sozialismus und das wodkaertrunkene Leben in den kleinen Provinznestern.

Und auch Petuschki hat sich etwas gemausert, es gibt an der Hauptstraße eine nette Reihe von schönen russischen Holzhäusern und am Rande des Städtchens ein paar Neubaublocks, die gar nicht mehr so kommunistisch daherkommen. Die Lebensmittelläden haben zwar wie überall ein mehr als gutes Sortiment an harten Spirituosen, aber so richtig Leute im Vollrausch haben wir schon einige Zeit nicht mehr gesehen.

Ansonsten gibt es heute nur zu sagen: Lkw, Lkw, Lkw, Lkw, wir haben den Ausgang aus der Stadt gut gefunden und sind dann auf der M7 geblieben. Hier rollt zwar alles, was gen Osten fährt, und das ist erstaunlicherweise mehr als gen Westen, aber der breite asphaltierte Seitenstreifen gibt uns Deckung und Schutz vor dem Verkehr, der hier im Sekundentakt an uns vorüberwirbelt. Stellenweise in kleinen Dörfern mit einer Ampelkreuzung gibt es lange Staus, ansonsten brausen alle mit Tempo 80 bis 100 an uns vorbei. Dazwischen dann lange, lange, lange Geraden, viel Birkenwälder und Hügel, manchmal kann man die Straße über mehrere Kilometer überblicken. Ab und zu wird an der Straße Kitsch verkauft, ein Dorf hat wohl einen Vertrag mit einem Grohändler für Plüschtiere, sogar der gute alte “Alf”, Katzenliebhaber, so wie ich, ist hier in Lebensgröße noch zu finden.

Aber für die nächsten Tage gibt es kaum Alternativen zu M7. Da wir trotz des nun selbst mitgeführten Gepäcks noch gut vorankommen, reift in uns die Idee, bis zum Baikalsee ein paar Tage rauszufahren und dann dort eine knappe Woche “Urlaub” zu machen, also am See sitzen und Fische und Mücken füttern und dabei die wunderschöne Landschaft zu genießen, bevor dann die Peking-Radler zu uns stoßen. Nebenbei erwähnt, für die Abschnitte von Irkutsk nach Ulaanbaataar und weiter nach Datong an der Seidenstraße, sowie den Schluss über den buddhistischen Wutaishan, entlang der Großen Mauer nach Beijing sind noch ein paar Plätze frei!!!!!

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Lenin lebt!

Zweiter Ruhetag in Moskau, nächster Anlauf aufs Leninmausoleum, ein wenig Shopping und Ausflug zu den Sperlingsbergen und die Lomonossow-Uni, Abschied von Karin.

Ich mag die Ruhetage nicht so sehr, denn als Reiseleiter hat man da immer mehr zu tun, als an anderen Tagen. Ab morgen haben wir kein Begleitfahrzeug mehr und das Gepäck muss umsortiert werden. Karin fliegt nach Hause und wegen des rauchenden Vulkanes war der Flug schon storniert und dann doch wieder nicht, wir brauchen auch noch Verpackungsmaterial für ihr Fahrrad. Dann gibt es Stress mit den Telefonkarten, die nicht so funktionieren, wie sie sollen und es ist schon wieder 23.30 und ich habe zwei Tage Blog zu schreiben und muss natürlich (und will) mit meiner Freundin chatten, damit sie mich nicht ganz vergisst.

Wie auch immer düsen wir heute wieder mit der Metro in die Stadt und unternehmen den zweiten Anlauf, Lenin zu besichtigen. Und es gibt wieder Ärger, ich fotografiere zwei Politessen und die wollen, das ich das Bild lösche. Warum ich mitten auf dem Roten Platz nicht fotografieren dürfe? Keine zufrieden stellende Antwort, aber ich gebe dann doch nach, wenn ich allein gewesen wäre hätte ich noch ein wenig gepokert.

An der Kremlmauer sind die wichtigsten Persönlichkeiten begraben, man kommt vorbei an Breshnews Stalins Tschertschenkos und Gagarins und anderen Gebeinen, ein kurze Histografie der ehemaligen Sowjetunion. Dann kommt man in die heiligen Hallen. Im Vergleich zu Ho Chi Minh und Mao ist hier alles relativ respektlos, keine Paradewache und die Uniformierten lümmeln so vor sich hin. Der alte Mann jedoch liegt ungerührt im Glassarg und sieht noch recht frisch aus und man stellt sich vor, wie er 13 Uhr, wenn die Besuchszeit vorbei ist aufsteht, sich die Hände wäscht und im Hinterzimmer eine Schüssel Borschtsch verschlingt und dann einen Verdauungsspaziergang macht……

…..und tatsächlich gleich hinter dem Geschichtsmuseum treffe ich den nicht Verstorbenen und wir plaudern ein wenig von den alten Zeiten und selbst für ein Foto mit mir ist sich Wladimir Iljitsch nicht zu schade.

Danach ist Shopping-Time, vor allem die T-Shirts haben es mir angetan, das Kalaschnikow T-Shirt würde meinem Sohn gefallen, aber da würde ich mir wohl Ärger mit der Mutter einhandeln, er bekommt eines mit CCCP, also UdSSR drauf und die Kalaschnikow ist für mich, na ja, vielleicht schwatzt er es mir noch ab.

Weiter geht es, wir haben lange debattiert was wir machen und die ehrwürdige Lomonossow Uni hat gewonnen. Ich freue mich denn schließlich habe ich einem der Türme schon einmal genächtigt, vor 19 Jahren auf meiner ersten großen Tour. Heute kommt man nicht mehr auf den Campus. Nach den schweren Anschlägen in den letzten Jahren herrscht auch hier erhöhte Sicherheit mit Schleuse und Lichtbildausweis. Aber das Gebäude ist auch von Außen mehr als beeindruckend und von den Gebäuden im Stalinistischen Zuckerbäckerstil, oder auch Sozialistischer Klassizismus genannt, gibt es sieben in der Stadt. Zwei oder drei davon sind Hotels, eines ist ein Ministerium und die weiteren sind Wohngebäude.

Hinter der Uni liegen die Sperlingsberge und von hier hat man eine hervorragende Sicht über die Stadt, die wir ausgiebig genießen. Auch chinesische Reisegruppen tummeln sich hier, wenn die wüssten, dass wir auf dem Weg nach Beijing sind.

Ab und zu werden wir nach dem woher und wohin gefragt, aber wir haben den Eindruck, dass die Leute oftmals uns einfach nicht glauben und sich auf den Arm genommen fühlen.

Am frühen Abend erledigen wir dann noch ein paar notwenige Sachen, Telefonkarte für Mirjam. Bodylotion für Barbara, Klebeband für Karin…..dann geht zum Abendessen, nettes Lokal mit riesigem Salatbuffet, aber doch recht teuer, aber man findet nichts anderes in einer Stadt, die zu den zehnt teuersten Städten der Welt gehört.

Morgen steigt Karin in den Flieger zurück nach Berlin, wir sind alle ganz traurig und Karin hat schon angekündigt 2014 vielleicht die ganze Strecke von Berlin nach Singapur mitzufahren, aber nur wenn ich die Strecke dann auch über St. Peterburg lege: Mach ich doch, kar! Und jetzt muss Karin nur noch ihren Mann davon überzeugen, dass er mitkommen will.

Morgen geht es wieder weiter nach Osten, Nachrichten nach Hause müssen wohl wieder warten, denn wir betreten internettechnisches Ödland, aber ich werde mein Bestes geben, meine Leser auf dem Rollenden zu halten.

Moskwa-Prekrasnaja Stoliza

Ruhetag in Moskau, Spaziergang zum Roten Platz und Umgebung, Arbat und Umgebung.

Nach dem üppigen Frühstück brauche ich erst noch einmal eine Stunde um meine gesamte Wäsche zu waschen und dabei mein Badezimmer zu fluten. Alle haben im Hotel wirklich schöne Zimmer, nur ich habe einen winzigen Raum bekommen, der wirklich mehr hoch als lang und breit ist, da lobe ich mir Vietnam, wo der Reiseleiter dann schon mal in der Luxussuite untergebracht wird. Na gut, im Vergleich zum Billardtisch habe ich mich ja schon verbessert.

Dann geht es zur Moskauer Metro und ja, die Bahnhöfe sind toll und beeindruckend und es sind immer viele Menschen unterwegs. Und das System ist perfekt, aller 90 Sekunden kommt eine Bahn, das ist wirklich kaum zu glauben und eine logistische Meisterleistung und die Berliner U-Bahn ist ein ländliches Fuhrunternehmen.

Überhaupt ist alles in der Stadt gigantisch, die Straßen haben acht bis zehn Spuren, Parks haben Quadratkilometergröße und auf den Roten Platz passen eine Million Menschen und man kann hervorragende Militärparaden vorführen. Zu Lenin kommen wir allerdings nicht, denn der macht um 13 Uhr zu und schon eine halbe Stunde vorher wird niemand mehr reingelassen. Die Posten sind mehr als unfreundlich und wir (also ich) sind nicht die einzigen die darüber schimpfen.

Auch in den Kreml kommen wir nicht, denn da ist irgendein Staatsbesuch, aber wir sind auch recht froh, denn die Eintrittspreise sind mehr als horrende.

Das Moskauer Zentrum ist gut zu erlaufen und wir wandeln vorbei an Kathedralen und Kirchen und den Stalin Hochhäusern, von denen es acht gibt und erreichen dann die Kulturmeile Arbat. Aber die ist eher eine Enttäuschung, Souvenirshop an Souvenirshop und viel schlechte Maler verhökern ihre Kunstwerke, dazwischen ein paar Straßenmusikanten und teure Cafes.

Viel interessanter ist es in den Haupt- und Nebenstraßen zu schlendern und die Leute an sich vorbei eilen zu lassen und das hektische Atmen der Monopole zu spüren. Für den Weg zurück zum Hotel brauche ich knappe zwei Stunden und dann reicht die zeit noch für einen kurzen Schlaf vor dem Abendessen. Der Abend gehört dann wieder der Bürokratie und dem Computer.

Mit Highspeed ins Zentrum der Macht

135 Kilometer von Wolokolamsk nach Moskau, Rückenwind und supergute Autobahn, viel Verkehr in der Stadt und kleine Stadtrundfahrt inklusive des Roten Platzes, 550 hm und Sonne mit Wolken bei 23 Grad.

Auf den Tag haben wir uns schon lange gefreut, das erste große Etappenziel liegt direkt von unserer Nase und der Wind treibt uns direkt hinein ins Herz der russischen Großmacht. Die Autobahn ist sechsspurig und in bestem Zustand und so haben wir bis an die Tore Moskaus fast einen Durchschnitt von 30 km/h. Mit jedem Ring, dem wir uns der Stadt nähern, wird der Verkehr dichter und dichter. Zum Glück ist der Seitenstreifen gut ausgebaut, so dass uns die dicken Laster und die schnellen PKW nichts anhaben können. Als wir den dritten Ring erreichen steht dann der Verkehr auf acht Spuren, wir kommen aber langsam zwischen den Autos durch und fahren etwas südlich und stoßen dann auf den Kutusow-Prospekt, auf dem wir dann in Richtung Zentrum fahren.

Seit dem dritten Ring waren die Umrisse der Stadt zu sehen und nun sind wir mittendrin. Erst geht es an Wohnsilos aus den 80er Jahren vorbei, aber die wurden alle gründlich saniert und erinnern nicht mehr so sehr an die Plattensilos aus sozialistischen Zeiten. Eigentlich dürfen wir auf den Hauptmagistralen gar nicht Rad fahren und wir konnten uns auch kaum vorstellen, dass die Autobahn, die wir heute gefahren sind, für Radfahrer freigegeben ist. Aber wir haben mehrere Polizeiposten passiert, die Polizisten haben gewunken und Fotos gemacht, also kein Problem. Aber es scheint in Moskau auch so gut wie keine Radfahrer zu geben, so dass man das Radfahren auf bestimmten Straßen gar nicht verbieten braucht.

Langsam nähern wir uns dem Zentrum, bestaunen Teile der Skyline und fahren immer wieder durch große grüne Parks. Der Verkehr ist sehr dicht, aber ich habe für die Gruppe eine Taktik entwickelt, wir fahren eng zusammen im Block, zu zweit nebeneinander und zu dritt hintereinander. Das wird von den Autofahrern sehr gut akzeptiert und ist nicht so gefährlich wie in einer langen Reihe hintereinander. Am Ende des Kutusow-Prospektes begrüßen uns Bauten aus der Stalinzeit, es sieht ein wenig aus wie die Bauten in der ehemaligen Stalinallee in Berlin, nur eben gewaltiger. Wir sind nur am Staunen, denn die Stadt macht einen sehr sauberen, modernen und aufgeräumten Eindruck, nichts ist mehr übrig geblieben von spätsozialistischer Schmuddeligkeit und überall leuchten golden Zwiebeltürme der Kirchen.

Wir biegen wieder nach rechts ab und kommen dann an den Moskwa-Fluss und dann fahren wir an den Mauern des Moskauer Kreml entlang und biegen links auf den Roten Platz. Unsere Einfahrt ist natürlich nicht so spektakulär wie die Landung von Mathias Rust 1991 mit seinem Sportflugzeug, aber wir sind mächtig stolz und machen Fotos vor der Basiliuskathedrale, der vielleicht schönsten Kirche im Lande. Wegen einer messeähnlichen Veranstaltung dürfen wir aber mit den Rädern nicht weiter auf den Platz. Ein Posten wollte uns erst durch die Schleuse lassen, aber eine gewaltige Matrone in Uniform lässt dann nicht mehr mit sich reden. Wir schlendern ein wenig zu Fuß über den Platz, der in diesen Tagen leider mit Zelten und Bühnen etwas verbaut ist, werfen einen Blick auf das Leninmausoleum, den Spasskiturm, den Kreml und das GUM Kaufhaus.

Dann machen wir uns auf den Weg in das Hotel. Inzwischen ist richtig guter Berufsverkehr, aber auch jetzt kommen wir mit unserem Blocksystem wieder gut durch. Das Hotel liegt vielleicht 5 Kilometer vom Roten Platz entfernt und wir finden es auch auf Anhieb. Wadim, unseren Fahrer, hatten wir schon am Stadtrand vorausgeschickt und er hat es auch gut durch den Verkehr geschafft. Nun heißt es das Gepäck ausladen und Abschied nehmen von unserem russischen Freund. Gerhard stimmt noch ein Lied an und Wadim steigt mit Tränen in den Wagen und fährt nach Pskow zurück. Wenn ich 2014 wieder auf unserer Tour bin hoffe ich natürlich ihn wieder zu treffen.

Am Abend schlendern wir noch ein wenig ums Viertel und landen in einem italienischen Laden, die Priese sind fürstlich und ohne Probleme mit Deutschland zu vergleichen. Was sofort auffällt sind die schicken Moskauerinnen, überall wird viel Bein mit hochhackigen Schuhen gezeigt und offenherzig vorgeführt, was man hat.

Am Abend heißt es dann nach fünf Tagen Abstinenz wieder einmal Mails beantworten und das Blog auffrischen. Leider nimmt man unverschämte Preise für den Internetzugang im Zimmer, also nutze ich das Netz im Restaurant. Dort stehen zwar preiswerte Biere auf der Karte, aber die gibt es nicht und so muss ich doch 6 Euro für ein großes Bier hinblättern. Aber das ist immer noch preiswerter als das Netz im Zimmer. Leider ist die Musik unheimlich laut und ich komme nur langsam voran und falle dann gegen 1 Uhr müde ins Bett.

Höhenprofil

Wodka und Bannaja

135 Kilometer von Rschew nach Wolokolamsk, herrlicher Sonnenschein bei 25 Grad, hügelig mit 600 hm auf teilweise sehr bescheidenem Asphalt und Fernverkehr.

Heute Morgen kommen wir gleich auf die Fernverkehrsstraße und nun geht es in gerader Linie auf Moskau zu. Und diese gerade Linie ist wirklich sehr gerade, schnurstracks führt der Weg nach Osten, ohne Biegung und ohne Kurve, nur mit ein paar langen flachen Hügeln. Geradeaus vor uns liegt Moskau, 200 Kilometer entfernt und morgen werden wir dort einrollen.

Das Rollen ist heute kein Vergnügen, der Verkehr ist zwar nicht zu straff, dafür aber der Asphalt wieder eine Buckelpiste mit vielen Löchern und aller fünf Meter einer Rinne und so geht die Fahrt mächtig auf die Knochen. Unseren Koga Rädern scheinen die Löcher nichts anhaben zu können, wir sind jetzt 3000 Kilometer unterwegs und hatten noch keinen einzigen Defekt, keine gebrochene Speiche und keinen Plattfuß. Lediglich nach einem Regentag in Litauen und etwas staubiger Strecke musste ich die Bremsen bei allen nachjustieren.

Am Nachmittag wird die Straße besser und auf Wolokolamsk zu dann sogar richtig gut. Wir übernachten nicht im Ort, sondern etwa 20 Kilometer außerhalb in einer Hütte am See. Deshalb kaufen wir noch groß für Abendessen und Frühstück ein und dann geht es noch einmal recht hügelig durch kleine Dörfer nach Süden.

An einem kleinen See dann unsere Holzhütte, zwei Etagen und unten ein heller Raum mit großem Tisch. Die russische Bannaja, die Sauna, ist schon angeheizt und direkt davor kann man in den See springen. Das tun wir dann auch ausgiebig.

Mit Jacky und Miriam verschwinde ich dann in der Küche und wir zaubern einen dicken Salat und Nudeln mit einer deftigen Soße, dazu dann eine große Flasche Wodka.

Für mich gibt es kein Bett, aber ich rolle meinen Schlafsack auf dem Billardtisch aus, wo es sich mit dem leichten Wodkarausch dann auch gut schlafen lässt, während draußen ein Gewitterguss niedergeht.

Höhenprofil

Olga an der Wolga

147 Kilometer von Ostaschkow nach Rschew, hügelige 400 hm auf recht guter Straße, fast schon Sommerwetter bei 26 Grad.

Wir verlassen unser schönes Domizil am Seliger See, den Sonnenaufgang hat natürlich niemand so richtig mitbekommen, denn der war ja schon irgendwann gegen 3.30 Uhr in der Nacht.

Gleich am Ortsausgang lobe ich mir meine Gruppe, der Wegweiser zeigt knappe 150 Kilometer bis zum Ziel. Mein Gott, bei der 2008er Gruppe von Athen nach Beijing hätte ich jetzt einen Streik gehabt, heute kommt der Kommentar auf Platt: „Jo, da mach’mer halt nich so viel Pause, ne!“ Pragmatismus pur.

Das Wetter ist auch perfekt für einen langen Ritt, kein Wölkchen trübt den Himmel und ab 10 Uhr ist es sehr angenehm warm. Auch die russischen Straßen spielen uns heute nicht übel mit, es gibt zwar ein paar Schlaglochkilometer, aber der größte teil der Strecke ist richtiggehend gut zu befahren.

Vom Seliger See sehen wir nicht mehr viel, es geht hügelig immer durch Birkenwälder und auch nur eine einzige richtige Ortschaft durchfahren wir, danach wieder schöne Hügel, Birken und ab und an ein Flüsschen. Dass die Wolga auch nur ein paar hundert Meter entfernt ist, zeigt uns auch nur die Karte. Am Morgen schwarten wir erst einmal 50 km ohne Pause, dann machen wir ein kleines Picknick und ziehen wieder 65 Kilometer fast am Stück durch. Dann gibt es natürlich weit und breit keinen Ort und so verzichten wir auf die Nachmittagspause und fahren weiter. Gegen 16.30 Uhr sind wir in Rschew und haben einen Schnitt von 20,5 km/h auf dem Tacho stehen und wir sind nicht gehetzt und Rückenwind hatten wir auch nicht, aber auch kein Lüftchen von vorn.

Das Hotel ist ein sowjetischer Bau, quadratisch und hässlich, so wie die Empfangsdame. Sie will von allen Hotels die Registraturscheine. „Haben wir nicht, das interessiert in anderen Städten niemand mehr.“ Fast hätte ich angefügt, dass die Sowjetunion vor 20 Jahren aufgehört hat zu existieren. Sie entlässt uns dann nach umständlicher Zimmerverteilung, das Wasser ist nur kalt, eine warme Dusche gebe es in der ersten Etage, aber nur bis 20 Uhr.

Die Zimmer sind ok und sauber mit dem spröden Charme der späten 80er Jahre, aber den versprüht das gesamte Städtchen. Überall gibt es Plattenbauten mit viel Gerümpel dazwischen. Anstatt des üblichen Lenins erinnert eine große Skulptur an die Befreiung von Hitlerdeutschland.

Im kleinen Freiluftlokal neben dem Hotel bekommen wir ein paar nette Salate, Hühnerfilet oder Pelmeni. dazu ein paar Biere in der Abendsonne und einen Blick auf die Wolga, die hier noch ein kleineres Flüsschen ist. Wir werden ihr noch ein paar Wochen folgen und zusehen, wie der Fluss zum Strom erwächst.

Am Nachbartisch sitzt Olga und kann den Blick gar nicht von mir lassen. Ich spiele ein wenig mit, blicke zurück und proste ihr zu. Dann müssen wir ein Foto mit ihr machen und damit ist dann genug geflirtet für den heutigen Tag.

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