Geschafft: Berlin-Beijing, 12.152 Kilometer!!!!!!

82 km von der Wilden Mauer bei Huang Hua bis nach Beijing zum Platz des Himmlischen Friedens, graues Wetter bei bis 25 Grad, abends bei unser glorreichen Einfahrt dann sehr schöner Sonnenuntergang.

Steigen wir heute wirklich zum letzten Male auf die Räder? Sind wir wirklich irgendwann vor langer Zeit in Berlin am Brandenburger Tor logefahren? Waren wir auf dieser Tour in Vilinius, Riga, Moskau, Novosibirsk, Irkutsk und Ulaanbaataar? Das liegt alles schon so weit weg, doch fängt man an in den Erinnerungen zu stochern kommen die Bilder und Ereignisse sofort alle wieder.

Ein letzte mal strampeln wir heute einen kleinen Berg hinauf, vielleicht 200 hm, was ist das gegen die Berge am Baikalsee und in der Mongolei und am Wutaishan. Noch ist es hier 50 km vor Beijing sehr ländlich, aber das ändert sich auf der anderen Seite, es geht richtig weit runter und dann kommt auch schon der sechste Autobahnring. Hier sieht es zwar noch aus wie in einer chinesischen Kleinstadt, aber schon 15 Kilometer weiter am fünten Ring stehen die ersten Hochhäuser.

Das Olympiagelände liegt auf dem Weg, für uns eine Gelegenheit für einen Zwischenhalt und eine Besichtigung des “Vogelnestes” und des “Wasserwürfels”. Wir sind schon wieder in eine andere Welt gekommen, wieder eine Kulturschock, Beijing, die moderne Hauptstadt eines dynamischen und aufstrebenden Landes. Hier ruft Niemand mehr “Hellou, hellou!”, hier gehören Langnasen zum Alltagsbild. Trotzdem lassen sich die Chinesen immer noch gerne mit uns ablichten und wir genießen es.

Als Radfahrer hat man in Beijing wenig Stress, es gibt ordentliche Radspuren vom fünften Ring an bis ins Zentrum, obwohl der Verkehr dicht ist, kommt man aber eben mit den Fahrrad gut durch, nur Pang unser fahrer hat Probleme uns zu folgen.

Gegen 16 Uhr sind wir am Hotel, laden unser Gepäck ab und verabscghieden uns vom “Kleinen Pang” unserem 23 jährigen jungen Fahrer. Er hat sichtlich an Format gewonnen auf seiner ersten Reise mit Langnasen und es hat ihm Spaß gemacht. Ich sehe ihn bald wieder in zwei Wochen auf meiner Tour in randtibet, da kann er dann seinen 12 Wörten Deutsch Umfang noch erweitern. Für heute hat er noch einmal Stress, denn er muss jetzt im Berufsverkehr wieder raus aus der Stadt nach Chengde in seine Heimat 200km nach Nordosten.

Wir brechen gleich noch einmal auf, denn unser Ziel ist noch nicht ganz erreicht, wir wollen noch eine Runde um den Tian An Men Platz drehen und wurschteln uns durch die Innenstadt, hinten Koghlehügel zum Kaiserpalst und dann sind wir endgültig am Ziel: vor uns der riesige Platz mit dem Mao-Mausoleum, dem Historischen Museum und dem stalinistischen Parlamentsgebäude und natürlich mit dem Tor des Himmlischen Friedens.

Eine ruhmreiche Runde und dann packen wir unter Maos wachsamen Augen die Sektflasche aus und lassen die Korken knallen. Die Sicherheitskräfte reagieren mehr als gelassen und wir feiern unsere Ankunft: Halleluja! Wieder einmal geschafft. 12.152 Kilometer zeigt der Tacho von Berlin, die Höhenmeter sind noch nicht addiert. Wir liegen uns in den Armen und füllen eine halbe Speicherkarte mit Fotos.

Am Abend feiern wir dann noch mit Pekingente, kramen unsere schönsten Erinnerungen zusammen und sprechen von weitern Plänen: Nach der Tour ist vor der Tour!!!!! Die nächste Staffel von “Gute Beine, schlechte Beine!” läuft für mich schon in zwei Wochen, die “Berge, Tempel, Tangkhas” in Randtibet und dann ist 2012 ja das Olympiajahr und wir fahren ab 1.1.12 von Hongkong nach London und im Herbst die Nachlese zu dieser Tour, noch einmal geht es dann von Irkutsk über die Mongolei nach Beijing und 2014 will ich ja dann noch einmal etwas drauflegen: Berlin- Singapur!

Aber noch ist unsere Tour nicht ganz zu Ende, wir haben noch vier tage in der nödlichen Hauptstadt Beijing und neben Packen und Shoppen werden wir noch jede Menge zu sehen bekommen, aber vorher erst einmal wieder richtig lange Schlafen!

Höhenprofil

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