Ein Bilderbuch namens Wanda

Auf den Spuren von Wanda, 26.09. bis 14.12.2013

Frohe Weihnachten

Auf den Spuren von Wanda, 26.09. bis 14.12.2013

Frohe Weihnachten von Wanda

Liebe Blogleserinnen und -leser!

Herzlichen Dank, dass Ihr virtuell bei unserer Radreise entlang des Mekongs dabei wart. Wie Ihr gemerkt hat, fehlen noch ein würdiger Abschluss und ein paar Texte. Das hat vielfältige Gründe, einer ist, dass ich die letzten Tage der Reise, vor allem weil sich unser lokaler Reiseführer als eine einzige Katastrophe und Belastung entpuppte, ziemlich durch den Wind war.

Ein abschließendes Fazit muss also noch auf sich warten lassen, kommt aber auf jeden Fall!

An dieser Stelle erst einmal “Frohe Weihnachten!” und
HO, HO, HO!!!

Onkel Ho

Mekongdelta-Bilderbuch 3

Auf den Spuren von Wanda, 26.09. bis 14.12.2013

Durch das Mekongdelta 3

Mekongdelta-Bilderbuch 2

Auf den Spuren von Wanda, 26.09. bis 14.12.2013

Durch das Mekongdelta 2

Homestay

Auf den Spuren von Wanda, 26.09. bis 14.12.2013

Wir rollen den Frühling

Caren schreibt dankenswerter Weise mal wieder

Liebe Blockleser,

Kennt ihr eigentlich den Unterschied zwischen einem Guesthouse und einem Homestay? In beiden Formen handelt es sich um eine einfache Unterkunft. Bei einem Homestay handelt es sich um ein guesthouse mit Familienanschluss. Nach einer wunderschönen Radetappe entlang der Kanal- und Fleet Landschaft des Mekong Deltas begrüßt uns schließlich eine nette Familie in ihrem homestay. In ihrem Gartenrestaurant pendeln die Hängematten genau neben den Tischen und Stühlen. Es ist hier durchaus üblich nach Speis und Trank gemeinsam abzuhängen. Die Unterkunft ist im Bambus Look gehalten, Trennwände und Dach im alten Baustil. Moskitonetze idyllisch drapiert für die Romantiker unter uns.

Doch nach einer kurzen Erfrischungspause werden wir eingeladen am Zubereiten des Abendessens teilzunehmen. So können wir und nun auch ihr zum nächsten Adventsessen mit vietnamesischen Frühlingsrollen und vietnamesischen Pancakes aufwarten, Originalrezept aus Can Tho!

Rezept für Frühlingsrollen:

Green Bean Papier ( oder Reispapier)
Füllung: Tarot (Süßkartoffeln), pork meat (Schweinemett), Green Bean (Bohnenpaste), Frühlingszwiebeln. Jeweils eine Prise Salz, Zucker.

Die Füllung wird vorher in der Pfanne leicht angedünstet. Diese wird dann in das Reispapier eingewickelt. Diese Päckchen werden anschließend frittiert. Lecker!

Rezept für Rice Pancakes:

Teig: Reismilch, Kokosnussmilch, Eier, Safranpuder, Frühlingszwiebeln, Zucker und Salz
Füllung: Rettich, Wurzeln, Schweinemett, Frühlingszwiebeln, Zucker und Salz.

Wir genießen die Ruhe im Homestay, rollen unsere Frühlingsrollen, haben Spaß die Pancakes in der Pfanne zu schwenken und philosophieren während des Essens über die wichtigen Fragen des Lebens.

Fazit: der mitgebrachte Whiskey wird vernichtet, Wolfgang wünscht sich die Gesamtausgabe von Goethe zu Weihnachten und Caren möchte mehr von den Gedanken Ludwig Feuerbachs erfahren.

Mekongdelta-Bilderbuch 1

Auf den Spuren von Wanda, 26.09. bis 14.12.2013

Durch das Mekongdelta

Good Morning Vietnam

Auf den Spuren von Wanda, 26.09. bis 14.12.2013

30 km in Kambodscha und dann in Richtung Mekong Delta in Vietnam

Text folgt!

Jetzt fahr'n wir über die See, ja die See...

Auf den Spuren von Wanda, 26.09. bis 14.12.2013

Und endlich – das Meer!

Text folgt!

Das Land der langen Wege

Auf den Spuren von Wanda, 26.09. bis 14.12.2013

Einmal Angkor hin und zurück und dann ein Blick in die Vergangenheit

Immer wenn ich in einem anderen Land als China mit dem Rad unterwegs bin, merke ich, was für ein Radfahrwunderlang das Reich der Mitte doch ist! Tolle Straßen, oft ohne oder mit wenig Verkehr, fantastisches Essen selbst im letzten Kaff und in der Regel gute bis sehr gute Hotels.

Gut, über die Hotelauswahl müssen wir uns auch in Laos und Kambodscha nicht beklagen. Auch das Essen ist meist gut, nur eben nicht so konstant zum Zungenschnalzen wie in China.

Aber die Straßen! Die sind in Kambodscha zuweilen in einem erbarmungswürdigen Zustand! Dabei ist planierter roter Sand manchmal der sogenannten Asphalt-, in Wahrheit aber eher eine Asphalt-Flecken-Straße vorzuziehen. Zwischen Kratie und Phnom Penh sind wir größtenteils unasphaltiert gefahren, und es rollte dennoch gut (gut, manchmal rumpelte es auch gut!).

Daher müssen wir hier, für unser Tourenkonzept eigentlich sehr ungewöhnlich, zuweilen Strecken mit dem Bus oder dem Boot überbrücken, weil sie mit dem Rad einfach keinen Sinn machen. Siem Reap – Phnom Penh zum Beispiel, eine ehemals von den Chinesen gut ausgebaute Fernstraße mit Schwerverkehr. Nach einigen Überschwemmungen und ein paar Tausend Schwerlaster später ist die Straße nur noch ein Schatten ihrer selbst. Aber: Die Chinesen haben sie gebaut (und nutzen sie auch intensiv!), also sollen sie sie auch gefälligst wiederherstellen. Sagen die Kambodschaner, während ihnen die Straße unter den Reifen zerbröselt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir sind mit dem Schnellboot von Phnom Penh nach Siem Reap gefahren (7 Stunden, recht angenehm), haben dann Angkor an zwei Tagen mit dem Rad erfahren und sind dann mit dem Bus zurück in den Süden gedüst, nach Takeo (10 Stunden, nicht mehr so angenehm!).

Jetzt sitzen wir glücklich wieder auf den Rädern, haben den Vormittag noch genutzt, den Angkor-Vorläufer Angkor Borei zu besichtigen (2 Stunden retour mit dem Boot, sehr spannend!) und waren fasziniert von den Schwemmfeldern, die teils noch vom Wasser des Mekongarmes Bassac überschwemmt waren, teils schon für den Reisanbau vorbereitet wurden. Angkor Borei thront über dem Schwemmland wie eine Festung, unser Blick über schillerndes Wasser fast bis nach Vietnam. Vor 1500 Jahren wurde hier, im Reich Funan, der Grundstein für das heutige Kambodscha gelegt. Das Reich wurde durch den Seehandel, der im Mekong-Handel Station machte, reich und wichtig, bis die Schiffe besser wurden, zwischen China und Malaysia keinen Zwischenstopp mehr machen mussten. Gleichzeitig erstarkte das Champa-Reich und verdrängte Funan nach Norden. Das Khmer-Reich entwickelte sich in der Gegend des heutigen Siem Reap und beherrschte schon zwei Jahrhunderte später fast ganz Südostasien.

Heute ist Angkor Borei fast vergessen, der vietnamesische Einfluss ist deutlich zu spüren. Vietnamesische Boote bringen Reis und Früchte nach Vietnam, im Gegenzug kommen Konsumgüter und Baumaterialien.

Unsere heutige Radstrecke ist nicht lang, 42 Kilometer durch Reisfelder und Dörfer, teils asphaltiert, teils gestampfer Lehm, gut zu fahren. Es tut gut, wieder auf den Zweirädern zu sitzen. Bis Saigon sind keine größeren Bus-Transfers mehr geplant.

Und nun heißt es Füße hochlegen. In Kampot ist ein explizierter Ruhetag eingeplant. Den haben wir uns nach 3.000 Kilometern, 34.000 Höhenmetern und 70 Tagen redlich verdient. Der Blick fällt über einen Fluss auf Mongroven, im Hintergrund grüßen die Ausläufer des Kardamon-Gebirges.

Um Helga zu zitieren, die als letzter Zugang der Tour seit Phnom Penh mit von der Partie ist: Es könnte uns schlechter gehen!

Das Lächeln der Nymphen

Auf den Spuren von Wanda, 26.09. bis 14.12.2013

Angkor: Nachtrag von Caren

Apsara

Wir verbringen 2 Tage auf dem Gelände von Angkor Wat und bestaunen das monumentale Erbe Kambodschas. Mir fallen immer wieder die schönen Sandsteinreliefs von wunderschönen Mädchen auf. Die filigranen Steinmetzarbeiten zeigen die Feinheiten der Kleidung, den Körperschmuck und die fließenden Bewegungen von Tempeltänzerinnen.

Die tanzenden Göttinnen in Angkor sind Vorbild der heutigen Apsara-Tänzerinnen, die mittlerweile wieder an der Königlichen Universität in Pnomh Penh diesen Tanz lernen. Der klassische Tanz wurde ursprünglich nur vor den Königen der Khmer getanzt, und die Tänzerinnen lebten abgeschieden von der äußeren Welt im Tempel. Angkor Wat war der Tempel des Gottkönigs. Als Mittlerinnen zwischen Himmel und Erde hatten die Tänzerinnen selbst einen göttlichen Status. Erst später durfte das Volk dieser wohl sinnlichsten Form der Götter- und Ahnenverehrung zusehen.

Doch die Roten Khmer vernichteten zu 90 Prozent jegliche Formen der schönen Künste. Die Tänzerinnen wurden entweder ermordet oder in Internierungslager gesteckt. Doch einige wenige überlebende Tänzerinnen retteten einige Partituren ihrer Tänze und lehren inzwischen aus ihrer Körpererinnerung heraus an der Universität. Neun Jahre dauert die Grundausbildung einer Apsara Tänzerin.

So sind wir zu dritt aus unserer Gruppe neugierig was eine Touristenvorführung in Siem Reap zu bieten hat. Uns erwartet ein “Erlebnis-Buffet” mit Tanzeinlage. Busladungen von Touris stehen am übervollen Buffet, die jungen Tänzer zeigen verschiedene Tänze aus ihrem Repertoire. So einen Coconut- Dance mit klappernden Kokosnuss Halbschalen in verschiedenen Raumaufteilungen. Auch der Fischerman Tanz bezieht Dinge des Alltagslebens wie z.Bsp. die Fischräusen in den Tanz mit ein. Last but Not least folgt ein Apsara Tanz. Die filigranen langsamen Bewegungen und die Kostümierung sind schön anzusehen. Die Mythologie kann sich uns aber nicht erschließen.

Mich zieht es dennoch so in den Bann, so dass ich nicht zum Speisen komme. Auch nach der Darbietung bleibt keine Zeit zum Essen, denn wir werden mit Beendigung der Vorstellung hinaus gekehrt. Letztendlich mein Glück, denn die Verdauung der angebotenen Speisen hat einen Teilnehmer für einen Radtag außer Gefecht gesetzt. Das Lächeln der Nymphen war auf meiner Seite.